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Schwerverkehr auf der Strasse:
Wer zahlt die Rechnung? Teil 3
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Inhalt:
Worum es geht: Höchste Zeit für die Kostenwahrheit! (Teil 1)
Wie LKW immer billiger werden – Ein paar „Spartricks“ (Teil 2)
Spartrick 1) Wenn
Infrastrukturkosten teilweise vergessen werden
Spartrick 2) Wettbewerbsvorteile
durch schlechte Sozialstandards
So
funktioniert Lohn- und Sozialdumping
Spartrick 3) Der
Allgemeinheit zugeschoben: Umwelt- Gesundheits- und Sozialkosten
Vergleich
der externen Kosten zwischen den Verkehrsträgern
Kompliziert aber wichtig – externe Kosten spezial (Teil 3)
Beispiel:
Kosten durch Feinstaubbelastung
Umwelt-
durch LKW
Spezialfall
Berggebiete
Mit einer Schwerverkehrsabgabe zur Kostenwahrheit
Was ist zu tun?
Eine wichtige Frage zum Schluss: Zahlen die
VerbraucherInnen wieder drauf?
Wichtige EU-Dokumente zur Kostenwahrheit im Verkehr
Quellennachweis
Kompliziert, aber wichtig - die externen Kosten
Die Umweltauswirkungen des Verkehrs sind enorm, aber schwer
zu beziffern. Welchen Preis hat ein vorzeitiger Todesfall? Wieviel bedeuten
Schmerz, Leid und Angst in Euro und Cent? Wie berechnet man Klimarisiken
– die man noch gar nicht alle kennt? Völlig unstrittige Größenordnungen
für solche Faktoren kann es nicht geben.
Weil externe Kosten aber kompliziert zu berechnen sind,
wird oft behauptet, dies seien nur theoretische Rechnungen, die nicht
berücksichtigt werden könnten. Das Gegenteil ist der Fall. Die Umweltfolgen des
Verkehrs greifen tief in unser Leben ein. Sie müssen mit der allerhöchsten
Priorität behandelt werden. Methodischen Schwierigkeiten dürfen kein Anlass zu
Untätigkeit sein. Die EU hat –mit unseren Steuergeldern! - ungefähr ein
Dutzend aufwendiger, mehrjähriger Forschungsprogramme finanziert, die alle das
selbe Ergebnis haben: Die Anrechnung der externen Kosten ist machbar,
akzeptabel und überfällig!
Schluss mit weiteren Vernebelungstaktiken! Es ist also
allerhöchste Zeit für die Einführung einer gemeinsamen Methode. Wenn auch
anfangs nur die allernotwendigsten Bereiche und Minimalansätzen verabredet
werden, ist das dann wenigstens ein Beginn.
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Beispiel Schweiz: Gesundheitskosten durch Staubpartikel aus dem
Straßenverkehr (Quelle:10)
Der LKW-Anteil an den Kosten liegt bei 30%, d.h.
470 Millionen CHF pro Jahr
(= 315 Millionen Euro)
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Basis PM 10 (Rußpartikel)
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Kosten (CHF)
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Produktionsausfälle 2 100 vorzeitige Todesfälle
10
Invaliditätsfälle infolge chronischer
Bronchitis
12 100 Krankenhaustage
426
000 Tage m.
Arbeitsunfähigkeit
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1 109
Mio CHF
9 Mio CHF
3 Mio CHF
49 Mio CHF
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Immaterielle Kosten 2 100 Vorzeitige Todesfälle
10
Invaliditätsfälle durch
chronische
Bronchitis
800
Krankenhauseinweisungen
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443 Mio CHF
1 Mio CHF
5 Mio CHF
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Stationäre Behandlungskosten 12 100 Krankenhaustage
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7 Mio CHF
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Ambulante 31 000 Fälle m. akuter Bronchitis
Behandlungskosten 22 000 Fälle m. chron. Bronchitis
1,4 Mio Tage m. Asthmaattacken
8 Mio Tage m. Atemwegs- symptomem
2 072 nicht stationäre Todesfälle
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2 Mio CHF
10
Mio CHF
1 Mio CHF
< 1 Mio
CHF
< 1 Mio
CHF
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Administrativkosten Zusätzliche
medizinische
Von Versicherungen Behandlungen
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1 Mio CHF
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Geringere Rentenleistungen
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- 8 Mio CHF
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TOTAL verkehrsbedingte Gesundheitskosten
Anteil LKW (315
Millionen Euro)
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1 632 Mio CHF
470 Mio CHF
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Umwelt-Kostenfaktoren durch LKW
Unfälle: Externe Unfallkosten sind die Kosten, die nicht
durch die Versicherungen gedeckt sind, also zusätzliche Kosten für die
medizinische Versorgung, Produktivitätseinbußen durch Fehlen am Arbeitsplatz;
Leiden und seelische Belastungen.
Lärm macht krank. Kosten entstehen durch
Bluthochdruck, Risiko für Herz- und Kreislauf-erkrankungen und Stress; auch die
verzögerte Entwicklung bei Kindern (z.B. ihrer Lesefähig-keit), Belästigung,
Wertminderung des Wohnens und Vermietens, Kosten für Abwehrmaßnahmen. Der Lärm
eines LKW ist rund 10mal größer als derjenige eines Personenwagens.
Luftverschmutzung: kostet wegen Gesundheitsschäden
(Atemwege; Herzbeschwerden, bis hin zu vorzeitigen Todesfällen, Krebs). Am
meisten bedroht sind die Kinder, deren Organe verletzlicher sind. Außerdem
halten sie sich meist lange im Freien auf.
Kosten für die Volkswirtschaft durch vorzeitige Todesfälle
(Grund: Abgase).
Frankreich: 31 700, Schweiz: 3 300; Österreich: 5 600; Deutschland 25 000
Fälle/Jahr (11).
Obwohl LKW nur einen kleinen Teil der insgesamt gefahrenen Straßenkilometer
zurück-legen, stoßen sie mehr Stickoxide und krebserregende Rußpartikel aus als
alle PKW.
Vegetationsschäden und Ernteeinbußen (u.a. durch Bodenozon,
wird u.a.aus dem Stickoxid der Abgase gebildet).
Klimaveränderung: Kostet wegen Schäden durch die globale
Erwärmung (z.B. Überschwemmungen). Der Verkehrssektor verfehlt als einziger
seinen Pflichtanteil an der CO2-Minderung, das im Kyoto-Protokoll als
verpflichtendes Ziel genannt wird.
Belastungen des Oberflächen- und des Grundwassers:
Kosten entstehen durch Verwendung von Streusalz und Streusalzschäden,
Gefahrgutunfälle, die Belastung von Wasser auf LKW-Abstellplätzen und neben den
Straßen;
Belastung der Böden: Kosten durch Gift- und
Schadstoffeinträge, Bodenversiegelung
Gebäudeschäden und Schäden an Brücken: Erschütterungen,
an vielen Gebäuden auch Schäden durch die Abgase
Natur und Landschaft: Flächenverbrauch, zusätzliche
Kosten durch Zerschneidungseffekte; Eingriffe in den Lebensraum von Tieren,
Beeinträchtigung historisch gewachsener Orts- und Landschaftsbilder, Minderung
des Erholungswertes, Probleme für die Tourismuswirtschaft,
Zusatzeffekte: Umweltbelastung und Sicherheitsrisiken
bei der Produktion und Entsorgung
von Fahrzeugen; Umweltkosten, die durch die Instandhaltung
und Reparatur von Infrastruktur entstehen.
Besondere Effekte in Städten: Zeitverluste für
FußgängerInnen; zusätzliche Kosten, um Raumknappheit für FahrradfahrerInnen
auszugleichen
Staukosten: Zeitverluste und Mobilitätseinbußen auch
für andere Verkehrsteilnehmer
Spezialfall Berggebiete
Ein Lastwagen oder ein Güterzug
belastet die Gesundheit stärker, wenn er durch die Pyrenäen oder das Urner
Reusstal dröhnt, als bei einer Fahrt durchs Mittelland. Denn in Gebirgen
stellen sich spezielle Probleme bei der Lärm- und Luftschadstoffbelastung: enge
Täler mit ungünstigen Ausbreitungsbedingungen und häufigen
Inversionswetterlagen führen zu Belastungen, die schon bei geringerem
Verkehrsaufkommen genau so hoch sind wie in Großstädten. Darüberhinaus ist der
Siedlungsraum begrenzt und ein Ausweichen vor den Wirkungen des Verkehrs kaum
möglich. Hinzu kommt, dass die Vegetation empfindlicher als im Flachland
reagiert. Dabei müsste sie die Siedlungen zuverlässig vor Hochwasser,
Bergrutschen etc schützen.
Die jährlich 160 Millionen Tonnen
Gütern und 10 Millionen LKW, die z.B. die Alpen überrollen, richten hier
potenziell viel höhere Schäden an. Für Gebirge müssten daher auch entsprechend
höhere Finanzposten einkalkuliert werden. Kostenwahrheit heißt also, dass in
Gebirgen und in anderen besonders sensiblen Regionen höhere Gebühren erhoben
werden müssen.
Beispiel Tirol (österreichische
Alpen)
Die Luftbelastungen durch den
heutigen Verkehr haben in Tirol dazu geführt, dass das Inntal zwischen Hall und
Wörgl zum Sanierungsgebiet erklärt werden musste. Vor allem die Belastung durch
Feinstäube, die sich in den Tälern konzentrieren, hat sich dort zu einem
riesigen Problem entwickelt, die Luftgrenzwerte werden dauernd überschritten.
Seit neuestem muss sogar noch mit einer erheblichen Ausweitung des
Sanierungsgebietes auf etwa die Hälfte der gesamten Landesfläche gerechnet
werden.
Beispiel Erzgebirge
(Tschechien/Deutschland)
Die Dörfer sind in den sehr engen Tälern
dieser Region so dicht an die Straßen gebaut, dass oft sogar die Fußwege
fehlen. Auf der B170, die durch diese Dörfer führt, werden an einem Tag 3000
LKW aus Tschechien, Polen, der Slowakei und vielen anderen Ländern gezählt. Sie
bringen ganze Häuser zum Wackeln. Auch tragische Verkehrsunfälle, unter
maßgeb-licher Beteiligung der durchdonnernden LKW, waren schon die Folge.
Mit einer leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe zur
Kostenwahrheit
Eine leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) ist ein
gutes Instrument, um den Straßenbenutzern ihre tatsächlichen Kosten anzulasten.
In der Schweiz wurde sie bereits am 1.1.2001 eingeführt und gilt dort für alle
Straßen des Landes. Für jede LKW-Fahrt muss, abhängig von gefahrenen
Kilometern, zugelassenem Fahrzeuggewicht und Abgasklasse bezahlt werden. Wer
also viel fährt und viele Emissionen verursacht, zahlt mehr. In der Abgabehöhe
eingerechnet sind sowohl die Infrastrukturkosten wie auch die externen Kosten
des Verkehrs. Damit ist das Verursacherprinzip in Kraft: wer Kosten für die
Allgemeinheit verursacht, muss sie auch tragen.
Die LSVA ist eine Kilometerabgabe. Gegenüber der
Kraftfahrzeugsteuer und der Eurovignette (fixe Gebühren, bei denen nur für das
Fahrzeug bezahlt wird, aber nicht für die tatsächlichen Fahrten) wird die LSVA
den Anforderungen an die Kostenwahrheit und das Verursacherprinzip viel besser
gerecht. Daher bietet es sich an, dass sie die KFZ-Steuer und die Eurovignette
ersetzt. Dies sollte möglichst in ganz Europa geschehen. In mehreren
Volksabstimmungen hat das Schweizer Volk die Schwerverkehrsabgabe bekräftigt.
Kilometerabgaben können Abstimmungen gewinnen, sie sind akzeptiert und
mehrheitsfähig.
Und sie wirken positiv: In der Schweiz ist die
Zusammenarbeit zwischen den Speditionen und der Bahn stark gestiegen, und die
LKW sind besser ausgelastet. Und in Deutschland, wo die Einführung einer
LKW-Maut (die der LSVA ähnlich ist) für Anfang 2005 endgültig erwartet wird,
erhöhte sich die Zahl der emissionsarmen LKW innerhalb nur eines Jahres um die
Hälfte. Es geht also! Deshalb wollen wir jetzt entsprechend deutliche Signale
von der Politik sehen! Für ganz Europa.
Was ist zu tun?
1) Klarheit schaffen! Die Gesamtbilanz muss auf den Tisch
Alle Schäden und negativen sowie positiven Effekte müssen
als Gesamtbilanz veröffentlicht werden, mit einer regelmäßigen Berichtspflicht.
Kritische Prüfungen der Rentabilität bei der Bahn gibt es schließlich auch in
Hülle und Fülle.
2) Die tatsächlichen Kosten den Verursachern anlasten.
Der Straßengüterverkehr
muss seine Kosten selber tragen. Sowohl alle Infrastrukturkosten als auch die
Umwelt-, Sozial- und Gesundheitskosten müssen in den Rechnungen für die
LKW-Branche enthalten sein. Das ist nur gerecht. Das Verursacherprinzip ist in
EU-Verträgen schließlich vertraglich vorgeschrieben, zum Beispiel im
Maastricht-Vertrag. Jetzt ist die Zeit es umzusetzen.
3) In ganz Europa eine leistungsabhängige
Schwerverkehrsabgabe für LKW einführen
Die
leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) wäre eine gute Nachfolgerin der
Eurovignette. Allerdings muss der bisherige Entwurf der EU-Kommission zur
Novellierung der Eurovignetten-Richtlinie (1999/62/EG) stark verbessert: -
durch eine Abgabenhöhe, die weniger dem Druck der Frächterlobby sondern eher
den tatsächlichen Gesamtkosten entspricht; - durch eine sinnvolle Verwendung
der Abgaben (für mehr Nachhaltigkeit im Verkehr, und nicht nur für Straßenbau);
-durch einen Geltungsbereich auf dem ganzen Straßennetz, eben überall wo auch
Kosten entstehen.
4) Sensible Gebiete nicht vergessen
Besonders sensible Gebiete müssen bessere Schutzregelungen
erhalten. Denn hier sind die Schäden und damit die Kosten potenziell höher als
in anderen Gebieten. Das muss auch in der neuen Richtlinie berücksichtigt
werden.
5) Unfairen Sozialdumping-Tricks einen Riegel vorschieben.
Mit der künstlichen Verbilligung der Transporte auf dem
Rücken der LKW-Fahrer und zu Lasten der Sicherheit muss unbedingt Schluss sein!
Notwendig ist eine bessere Kontrolle der Arbeitsbedingungen, schärfere
Sanktionen bei Verstößen und die schnelle Einführung der 48- Stunden-Woche für
LKW-Fahrer. Dadurch werden auch die Straßen wieder sicherer. Erst wenn die
Transportpreise auf der Basis von akzeptablen Sicherheits- und Sozialstandards
kalkuliert werden, können faire Wettbewerbsbedingungen und die Sicherheit auch
den Straßen erreicht werden.
6) Marktverzerrungen
zwischen Verkehrsträgern abbauen
Die Wettbewerbsbedingungen der Verkehrsträger untereinander
müssen harmonisiert wer-den. Einseitige Steuerbefreiungen, zum Beispiel die des
Flugverkehrs von der Mehrwert-steuer, müssen abgeschafft werden. Eine
gerechtere Kostenverteilung kann auch die LSVA nur bringen, wenn die Höhe der
Abgabe den Kosten angemessen ist und die externen Kosten nicht länger
„vergessen“ werden.
7) Verkehrsverlagerung finanziell
fördern
Von zentraler Bedeutung ist, dass
die jahrzehntelange einseitige Bevorzugung des Straßenbaus beendet wird und
stattdessen innovative Technik für die Verlagerung der Güter auf die Schiene
finanziert wird. Die Einnahmen aus der LSVA müssen deshalb auch verwen-det
werden, um die jahrzehntelang vernachlässigte Modernisierung des Schienennetzes
nachzuholen, stillgelegte Gleisanschlüsse zu reaktivieren und neue zu bauen, und
um intermodalen Verkehr massiv zu fördern. Das gilt vor allem für die neuen
Mitgliedstaaten, in denen der Schienenverkehr noch einen hohen Anteil an den
Verkehrsleistungen hat. Eine dortige Stabilisierung und Qualitätsverbesserung
des Schienenverkehrs käme auch den bisherigen Mitgliedstaaten zugute.
Eine wichtige Frage zum
Schluss: Zahlen VerbraucherInnen für mehr Kostenwahrheit wieder drauf?
Damit eine Schwerverkehrsabgabe die gewünschte Wirkung zeigt,
muss sie die Preise für die Straßentransporte deutlich erhöhen. Legt man die
Kosten aber auf die einzelnen Pro-dukte um, wird die Erhöhung für die
Endverbraucher sehr gering. Immerhin transportiert ein einzelner voll beladener
LKW etliche Tausend Hemden.
Wichtig ist außerdem: die Transporteure können die Kosten
senken, durch bessere Auslas-tung, verbesserte Logistik, durch die Verlagerung
auf Schiff und Bahn. Das ergibt auch viele Einsparungen bei Umwelt- und
Gesundheitskosten. Fazit: Die Gesamtbilanz ist positiv!
Wichtige EU-Dokumente zur
Kostenwahrheit
1992:
Vertrag der Europäischen Union, Artikel 174
Verankerung
des Vorsorge- und Verursacherprinzips
1992:
Rio-Konvention (EU als Vertragspartnerin), Prinzip 16
Internalisierung
des Verursacherprinzips für Umweltkosten
1995:
Grünbuch der EU-Kommission: Auf dem Weg zu fairen und effizienten Preisen im
Transport (COM 691)
1998:
Weißbuch der EU-Kommission: Faire Preise für die Infrastrukturbenutztung (COM
466)
1998
ECMT: Effizienter Transport in Europa, Politik für die Internalisierung der
externen Kosten
2001:
Weißbuch der EU-Kommission: Europäische Verkehrspolitik bis 2010, Zeit zum
Entscheiden“
Quellennachweis
1)
EU-Kommission: COM 691 Grünbuch: Towards Fair & Effecient pricing in
Transport, 1995; 2) Verkehrsclub Deutschland, Güterverkehr; (3) Rathe,Eric:
Nachtfahrverbot, Zusatz zum Schlussbericht; 4) Bund Naturschutz in Bayern e.V.,
Pressemitteilung 6.4.2002; 5) Aghte, Heike: Fit für faire Preise?, 2002; 6)
Herry, Max: Transportpreise und Transportkosten der verschiedenen
Verkehrsträger im Güterverkehrsmarkt, 2001;
7) Prognos:
Quantifizierung der Nichteinhaltung von Sozial- und Sicherheitsvorschriften auf
der Straße, 2003 ; 8) Reisinger/Rieger: Schwarzbuch Straße,Wien 2003; 9)
IWW/Infras: External Costs of transport, 2000; (10) ecoplan: Monetarisierung
der verkehrsbedingten externen Gesundheitskosten 11) World Health Organization:
Health Costs due to Traffic-related Air Pollution,1999, und
Umweltprognose-Institut, Heidelberg, zitiert in: Schwarzbuch Straße; 12) IWW
/ Infras: External Costs of Transport, Update Study Zürich/Karlsruhe Oktober
2004,
Link-Tipp ZDF:
Rollende Zeitbomben
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