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ITEnews Januar 2008

Agenda

6.-7. Mai 2008 Chambéry/F: Die CIPRA Frankreich organisiert gemeinsam mit dem „Centre de Droit de la Montagne“ der Universität Grenoble eine Konferenz zum Thema "Die Alpenkonvention: neue Rechte für Berg-Regionen?". Infos: http://www.cipra.orgund http://webu2.upmf-grenoble.fr/facdroit/droitmontagne/

31. Mai 2008 Chamonix/F: Fahrradtour auf der Zufahrtsrampe zum Mont-Blanc-Tunnel.

Mehr Veranstaltungshinweise?

Liebe LeserInnen von ITENews, wenn Sie die anderen Leser auf wichtige Veranstaltungen aufmerksam machen wollen, schicken Sie uns ein Mail damit wir die Infos in das ITENews integrieren können.

Internes

ITE fordert konkrete Taten von EU-Verkehrskommissar

Die EU muss auch den Landverkehr in ihre Klimaschutz-Maßnahmen aufnehmen. Das fordert die Europäische Verkehrsinitiative (ITE) in einem offenen Brief an EU-Verkehrskommissar Barrot. Vor allem im Güterverkehr gebe es viele Möglichkeiten, um den CO2-Ausstoß zu vermindern. Bisher sei dieser Bereich in der EU-Politik noch sakrosankt. Quelle: http://www.ite-euro.com/de/action2007-barrot.htm

Druck zur Ratifizierung des Transportprotokolls der Alpenkonvention

Die Europäische Kommission hatte angekündigt, die Ratifizierung des Verkehrsprotokolls der Alpenkonvention nicht zu unterstützen. Auf Vorschlag der CIPRA haben ITE und zahlreiche weitere Vereine einen Brief an EU-Kommissar Barrot verschickt, um gegen diese Blockierung zu protestieren. Als Ergebnis eines Treffens mit Abgeordneten verschiedener Alpenländer am 15.Januar, hat EU-Kommissar Barrot versprochen, in Kürze dem EU-Ministerrat einen Entwurf vorzustellen, so dass das Verkehrsprotokoll spätestens in der Zeit der französischen Präsidentschaft im EU-Rat in Kraft treten kann.

Infos: http://www.cipra.org/de/alpmedia/news/2921/?set_language=de

Nachrichten

Alpen

Alpenregionen fordern Massnahmen zur Verlagerung des Transitverkehrs

Der Güterverkehr in den Alpen war eines der Hauptthemen der Abschlusskonferenz der Interreg Projekte MONITRAF und ALPNAP vom 23. bis 25. Januar 2008 in Innsbruck/Österreich. Vertreter der beteiligten Regionen (Tirol, Südtirol, Zentralschweiz, Tessin, Aostatal, Rhone-Alpes) unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung, in dem neben höheren Mauten in den sensiblen Alpen auch die Ausarbeitung einer Alpentransitbörse unterstützt wird.

www.general-solutions.at/landeszeitung

Deutschland

Die deutsche Regierung übergeht die Verantwortung des Straßenverkehrs am Klimawandel

Kurz vor dem Klimagipfel in Bali hat die deutsche Regierung mehrere Entscheidungen zum Klimaschutz getroffen, die Verkehrsproblematik wurde dabei jedoch völlig ausgeklammert. Das Thema Güterverkehr und Änderung der LKW-Maut wurden von der Tagesordnung gestrichen und die Debatten hierzu auf den Monat Mai 2008 verschoben.

Quelle: www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen

Schweiz

Positive Nachricht aus Brüssel

Die Europäische Union wird kein ideologisches Veto einlegen, wenn die Schweiz eine Transitbörse einführen will um den Alpentransitverkehr zu beschränken.

Quelle: http://www.alpentransitboerse.ch/d/Sonstiges-Details.asp?ID=21

Lötschberg-Tunnel für Schienenverkehr geöffnet

Seit dem 9. Dezember ist der erste Basis-Zugtunnel für den regelmäßigen Schienenverkehr geöffnet. Mit 110 Zügen, davon 70 Güterzüge, wird die Zeit für die Alpenquerung damit deutlich verringert und beträchtliche neue Kapazitäten auf der Nord-Süd-Achse (Rotterdam-Genua) freigesetzt. Der Tunnel ist Bestandteil der Schweizer Politik zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. http://www.swissinfo.ch/

Frankreich

Die Transpyrenäen-Autobahn aufgegeben

Am 14. Dezember 2007, hat die Verwaltung des Departements „Pyrénées Atlantiques“ offiziell das Großprojekt der vierspurigen Straße durch die Pyrenäen aufgegeben. Auf der spanischen Seite hat die Regierung von Navarra wissen lassen, dass das Projekt ohne die französische Beteiligung keinen Sinn bringt. Damit ist nunmehr das Gesamtprojekt von Pamplona (Sp) nach Salies (Fr) gestorben. 10 Jahre Opposition der Bürger haben diesem zerstörerischen Projekt ein Ende bereiten können. Entschlossenheit und Entschiedenheit haben diesen Kampf geprägt und den beiden beteiligten Bevölkerungen den vollständigen Sieg gebracht. Bravo und vielen Dank für dieses gute Beispiel von Bürgerbegehren. Quelle: Sud-Ouest, LEIA

Grünes Licht für die A 45 (Lyon - St-Etienne)

Die Regierung hat für neue Straßenbauprojekte wie die A 45 zwischen Lyon und St-Etienne, die Autobahn Langon - Pau (A65) und die Große Westumgehung von Straßburg ihre Unterstützung zugesagt. Die Vereine und betroffenen Bürger haben geballt geantwortet und vor allem im Kontext des noch aktuellen Umweltgipfels eine Rücknahme sämtlicher Verkehrsprojekte gefordert, damit deren Umweltauswirkungen in vollem Umfang berücksichtigt werden können. Quelle: lemoniteur-expert.com und FNE.

Der Widerstand formiert sich

FNE plant mit weiteren Vereinen und Netzwerken eine Koordination gegen weitere Autobahn-Ausbauten in die Wege zu leiten und alle Bauprojekte zusammenzustellen, die im Zuge des Umweltgipfels („Grenelle de l’environnemnt“) in Frage gestellt werden müssen. Kontakt:transports@fne.asso.fr

Grenelle: die Regierung regiert auf die Kritik der Vereine

Enttäuscht über die ersten Maßnahmen des Umweltgipfels haben die Vereine und Gewerkschaften der Französischen Regierung eine erste Vorwarnung übermittelt. Die Regierung hat bereits einige Antworten gegeben, um die Einwender hinsichtlich einiger Punkte zu beruhigen. Der Prozess des Umweltgipfels wurde verzögert, aber die Operationskomitees, die die Aktionspläne vorschlagen sollen, sind nunmehr zusammengestellt worden und erste Zwischenberichte werden bis Ende Januar 2008 erwartet. Die Vereine müssen weiterhin den Druck beibehalten damit die vorgesehen Maßnahmen auch tatsächlich positiv für die Umwelt ausfallen.

In Kürze


Initiative Transport Europe - European Transport Initiative - Iniziativa Europea dei trasporti - Europäische Verkehrsinitiative