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Intern
LKW-Maut-Aktion
in Brüssel
Die
ITE-Mitgliedsorganisation „Lebenswertes Wipptal“ (siehe
Porträt auf Seite 2) hat Unterschriften für eine Petition
zugunsten eines effizienteren Güterverkehrs gesammelt und diese
gemeinsam mit dem Verein „Stopp BBT Wiesen“ aus Südtirol
am 5.-6. Oktober persönlich in Brüssel übergeben.
Klimagipfel
in Kopenhagen vom 7.–18. Dezember
Ein
beträchtlicher Anteil der CO2-Emissionen wird durch den Verkehr
verursacht. Der Gipfel von Kopenhagen betrifft ITE also ganz direkt,
und ITE hat deshalb für den kommenden Monat mehrere Aktivitäten
geplant:
Stand im
EU-Parlament am 8. Dezember, im Vorfeld des „Tag der Berges“
Workshop beim
alternativen Klimagipfel in Kopenhagen am 16. Dezember 2009
www.klimaforum09.org
Versand von
Briefen an nationale PolitikerInnen
Die
ITE-Mitglieder wurden über diese Aktivitäten in einem
Extra-Versand detaillierter informiert.
Agenda
30.
November 2009: ASSET-Konferenz in Brüssel/B
ASSET (ASsessing
SEnsitiveness to Transport) ist ein EU-Forschungsprojekt, das darauf
abzielt, wissenschaftliche und methodische Ansätze zu
entwickeln, die es ermöglichen, politische Maßnahmen
umzusetzen, die auf einen ausreichenden Schutz sensibler Gebiete
abzielen. www.asset-eu.org
8. Dezember
2009: ITE-Stand im EU-Parlament
Detaillierte Infos
sind bereits in einem gesonderten Versand an unsere Mitglieder
verschickt worden.
7.–18.
Dezember 2009: Alternativer Klimagipfel, Kopenhagen/Dk
Weitere Infos:
www.klimaforum09.org /
ITE-Mobilitäts-Workshop am 16. Dezember info@ite-euro.com
ITE-Mitglieder
stellen sich vor: „Lebenswertes Wipptal“
Das ITE Netzwerk
zählt 48 größere und kleinere Organisationen in 7
Ländern. Die Organisation „Lebenswertes Wipptal“ ist
eine unserer 4 Mitgliedsorganisationen in Österreich und ist vor
allem – aber nicht nur – an der Brennerroute aktiv:
1986 wurde der
Antitransit-Verein „Initiative Lebenswertes Wipptal“
gegründet, er kämpft also schon 23 Jahre lang gegen die
Belastungen durch den Transitverkehr. Zuerst standen wir Seite an
Seite mit den Wipptaler Bürgermeistern und Tiroler Politikern,
sogar bei Straßenblockaden. Aber bald stellte sich heraus, dass
unsere Landespolitiker gegenüber der Bundespolitik einknickten –
wir waren also auf uns allein gestellt! So sind wir zu Mahnern und
Vorausdenkern für Regierende auf allen Ebenen geworden, selbst
bei der EU. Denn wir haben ITE mitgegründet – und noch
keinen ITE-Aktionstag ausgelassen!
Unsere
Hauptforderungen: 1.) Kostenwahrheit; 2.) für Tirol
eine Mautangleichung an teurere Alpentransitstrecken; 3.) ein
generelles Nachtfahrverbot zwischen München und Verona; und 4.)
eine effiziente Verlagerung von der Straße auf die Schiene.
Steter
Tropfen höhlt den Stein: Wie arbeiten wir, und was wurde bisher
erreicht? Ständige Präsenz, Hartnäckigkeit
und enge Zusammenarbeit mit den anderen Bürgerinitiativen (BIs)
entlang der Brennerachse sind unsere wichtigsten Methoden. Präsenz:
Wir besuchen alle öffentlichen Veranstaltungen zum
Transitverkehr, erst recht die schwierigen, wo die Spediteure viel
lieber unter sich wären ... Und wir stehen regelmäßig
in den Medien. Hartnäckigkeit: Ob Schreiben
an Landes-, Bundes- oder EU-Politiker, Stellungnahmen zu EU-Projekten
(zu Grün- und Weißbüchern oder TEN-Projekten) –
wir mischen uns schriftlich ein, über die Jahre hinweg.
Gemeinsam sind wir stärker: Von 4.–6.
Oktober haben wir eine Petition für einen effizienteren
Güterverkehr persönlich in Brüssel, im
Europa-Parlament, eingebracht. Befreundete BIs waren informiert, und
so konnten wir einen wirkungsvollen Auftritt organisieren. Bei der
Übergabe trug die Petition Namen von 9 verschieden
Organisationen.
Unsere
Hartnäckigkeit – zusammen mit den Dickschädeln
weiterer BIs – hat Erfolge gebracht: ein LKW-Nachtfahrverbot in
Tirol (1989), Lärmschutzwände an Eisenbahn und Autobahn,
Geschwindigkeitsbeschränkungen, die „Ökopunkte-regelung“
im Transitvertrag Österreich – EU (1992), ein sektorales
LKW-Fahrverbot, der Ausbau einer Kontrollstelle am Brenner ... An
entscheidenden Punkten (Wegekosten) sind wir aber noch nicht wirklich
weit gekommen, und der Transit in Tirol hat sich seit unserer
Gründung auf 2 Mio. LKW/Jahr verdoppelt. Entsprechend stiegen
die Stickoxid- und Feinstaubwerte. Das Unterinntal und Teile des
Wipptales mussten sogar zum „Luftsanierungsgebiet“
erklärt werden.
Aktueller
Brennpunkt: Brennerbasistunnel (BBT)
Der zukünftige
„Brennerbasistunnel“ (BBT) wurde zur ungeahnten
Herausforderung, denn innerhalb unseres Vereins gab es
unterschiedliche Einschätzungen. Seit unserer Teilnahme an den
UVP-Verfahren wissen wir aber, welche enormen Belastungen allein
durch die Baustellen in den nächsten 20 Jahren entstehen
würden! Dazu Risiken wegen des geologisch äußerst
sensiblen Gebietes, Absenkungen des Wasserspiegels, die Gefährdung
zahlreicher Quellen, Verschmutzung von Gewässern, und und und.
Wir sind uns daher einig: Wir akzeptieren das Megaprojekt nur, wenn
garantiert wird, dass:
1.) mit seiner
Eröffnung nur noch max. 500 000 LKW auf der Straße durch
Tirol fahren dürfen, 2.) die Finanzierung für den ganzen
Korridor München–Verona staatsvertragsrechtlich bindend
abgesichert ist – sonst könnte mittendrin das Geld
ausgehen, und wir hätten die Belastungen durch die Bauruine und
obendrauf die LKW! Ein Jahr hat uns das UVP-Verfahren beschäftigt!
Aber wir konnten Verbesserungen durchsetzen – zahlreiche
Auflagen für die Betreibergesellschaft (BBT-SE). Die
Umweltanwaltschaft Tirol ist überzeugt, unser Engagement habe
„wesentlich zu diesem Verfahrensergebnis beigetragen“ und
könne „nicht hoch genug eingeschätzt werden.“
(Dabei sollten wir erst gar nicht zugelassen werden ...)
Es gibt also
noch viel zu tun! Wichtig ist eine gute Zusammenarbeit zwischen den
einzelnen Organisationen, denn gemeinsam sind wir stärker. Einen
schönen Gruß aus Steinach in Tirol !
Evelyn Schlögl,
Obfrau der Initiative Lebenswertes Wipptal / Maria Hilber, ehemalige
Obfrau
News
Schweiz
LKW Dachverband
gegen 60 Tonnen
Der Schweizerische
Nutzfahrzeugverband ASTAG ist gegen die Zulassung von 60-Tonnen-LKW
in der Schweiz. Für den ASTAG machen sogenannte „Gigaliner“,
die die bisherigen höchstzulässigen Abmessungen und
Gewichte übertreffen, im Schweizer Binnenverkehr aus
betriebswirtschaftlichen Gründen keinen Sinn. Zudem werden
Straßeninfrastruktur und Umwelt unnötig belastet.
Weitere
Infos:
http://www.presseportal.ch/fr/pm/100001880/100589881/astag_schweiz_nutzfahrzeugverband?search=astag
Eröffnung
eines Schwerverkehrs-Kompetenzzentrums am Gotthard
In Erstfeld (CH) an
der Gotthardroute wurde vor kurzem das größte
Kontrollzentrum für LKW in der Schweiz eröffnet. Diese
Zentren werden von Umweltorganisationen begrüßt, und man
erwartet, dass sie einen positiven Effekt auf die Verkehrsverlagerung
haben. Vermehrte Kontrollen bremsen schlecht unterhaltene LKW. Zudem
ermöglichen sie eine verbesserte Kontrolle der
Gewichtsbegrenzungen, der Vorschriften für gefährliche
Güter und der Ruhezeiten für Fahrer.
Quelle:
www.ur.ch/svz/,
http://www.astra.admin.ch/00638/index.html?lang=fr&msg-id=28950
Österreich
Autobahn im
Ennstal? – Rüffel für die Behörden
Seit 20 Jahren
kämpft die Bevölkerung des Ennstals – mit Erfolg –
gegen den Bau einer Autobahn (oder eine sonstwie bezeichnete
Transitstraße). Die Transitstraßengegner bekommen nun
Rückenwind aus Genf: VertreterInnen der Aarhus-Konvention haben
die stattgefundene „Strategische Prüfung Verkehr”
(SPV) als „unzureichend” bezeichnet.
Quelle:
http://www.zukunft-ennstal.at/presse/091007_kz.php
Deutschland
Neuer
Verkehrsminister in Deutschland
Der neue deutsche
Verkehrsminister heißt Peter Ramsauer (CSU). Das
Koalitionsabkommen lässt schwierige Zeiten für eine
nachhaltige Verkehrspolitik erahnen: Die Regierungsparteien
unterstützen den freien Warenverkehr, die LKW-Maut soll zu 100 %
in den Straßenbau fließen, und bei der Berechnung der
externen Kosten werden Stau- und Unfallkosten ausgeschlossen.
60-Tonnen-LKW werden zwar nicht direkt unterstützt, die
Regierung sieht aber eine „maßvolle“ Erhöhung
der LKW-Gewichte und -Abmessungen vor.
Quelle:
http://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressearchiv/presse-2009/2009-59/
Italien
8. Ausgabe der
Alpen-Karawane – 25. Juli bis 31. Oktober 2009
Seit
2002 versucht Legambiente mithilfe der Alpenkarawane auf die
Bedeutung der Alpen hinzuweisen und zur Lösung ihrer Probleme
beizutragen. Die diesjährige Alpenkarawane umfasste öffentliche
Veranstaltungen, Exkursionen und Diskussionen. Außerdem wurden
für große Umweltsünden schwarze Fahnen und für
vorbildliche Projekte grüne Fahnen verliehen.
Quellen:
http://www.legambiente.eu/documenti/2009/0714_carovanaAlpi/index.php
(auf Italienisch)
http://www.cipra.org/de/alpmedia/veranstaltungen/1586/?set_language=de
Einstellung der
Direktzüge zwischen Nizza und Cuneo
Am
13. Dezember werden die Direktverbindungen zwischen Cuneo und Nizza
eingestellt. Dies aus dem traurigen Grund, weil Frankreich und
Italien unterschiedliche Signalisierungssysteme verwenden und die
betroffenen Eisenbahnunternehmen für den grenzüberschreitenden
Verkehr keine Lokomotiven gekauft haben, die mit beiden Systemen
kompatibel sind – was anderswo gang und gäbe ist.
Quelle:
http://www.cuneocronaca.it/news.asp?id=21544&typenews=primapagina
Frankreich
7 Milliarden
Euro für die Wiederbelebung des Bahn-Güterverkehrs
Die
französische Regierung hat einen Plan zur Wiederbelebung des
Bahn-Güterverkehrs präsentiert, mit dessen Hilfe die Ziele
des Umweltgipfels vom Jahr 2007 (Grenelle de l’environnement)
erreicht werden sollen. Bis 2020 sollen 7 Milliarden Euro in ein
umfassendes Aktionsprogramm investiert werden. Das Programm startet
mit einer französisch-italienischen Rola-Ausschreibung und der
Verdoppelung der Häufigkeit der Pendel-Güterzüge
zwischen Luxemburg und Perpignan.
Quelle:
http://www.developpementdurable.com/economie/2009/09/A2978/fret-ferroviaire-letat-investit-7-milliard-deuros.html
Abstimmung über
die CO2-Abgabe
Nach der Annahme
einer Schwerverkehrsabgabe stimmt Frankreich derzeit über ein
Gesetz zur Einführung einer CO2-Steuer ab. Die Regierung möchte
Spediteuren die neue Abgabe zu 75 % rückerstatten, die
Abgeordneten haben aber in erster Lesung für eine nur 35%ige
Rückerstattung gestimmt. Die Regierung verspricht den
zornentbrannten Spediteuren weiterhin eine höhere
Rückerstattung.
Quelle:
http://www.journaldelenvironnement.net/fr/document/detail.asp?id=2056&idThema=6&idSousThema=32&type=JDE&ctx=9
Diverses
http://www.transportenvironment.org/News/2009/9/Does-road-pollution-affect-intelligence/
http://www.ecotransit.org/ecotransit.fr.phtml
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