Home
ITE Aufbau
ITE Ziele
Mitglieder
ITE Aktivitäten
Newsletter/Fax
Hintergrundinfos
Kontakt
Diskussionen
Suche
Links
English
Français
Italiano
ITEnews als pdf

ITEnews Januar 2010

Intern

ITE im europäischen Parlament und in Kopenhagen

Am 8. Dezember informierte ITE anlässlich des Tags der Berge im EU-Parlament über die Problematik des Alpentransitverkehrs. Am 16. Dezember hielt ITE bei der Alternativkonferenz des Klimagipfels in Kopenhagen einen Workshop ab. Die beiden Veranstaltungen stiessen auf Interesse und es konnten wertvolle Kontakte geknüpft werden

Quelle und weitere Informationen: Heike Aghte, Co-Präsidentin ITE

News

Europäische Union

Neue Grenzwerte für Luftschadstoffe

Am 1. Januar 2010 sind neue EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) in Kraft getreten. Um die neuen Grenzwerte einzuhalten, dürften viele Städte dazu gezwungen sein, Umweltzonen einzurichten beziehungsweise die Zufahrtsbedingungen in die Zentren zu verschärfen. City-Mauten könnten daher verstärkt zum Thema werden.

Quelle: Heike Aghte, Co-Präsidentin ITE

Bericht unterstreicht Dringlichkeit der Verkehrsprobleme

Laut der Europäischen Umweltagentur, erfolgte im Güterverkehr das grösste Wachstum im am wenigsten effizienten Sektor: der Strasse. Die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen sind zwischen 1990 und 2006 um 27% gestiegen. Fast 67 Millionen Personen in der EU sind aufgrund des Verkehrs zu viel Lärm ausgesetzt.

Quelle und Bericht zum herunterladen (auf englisch):

http://www.eea.europa.eu/publications/transport-at-a-crossroads

Schweiz

Ablehnung der Gigaliner auf der Route Basel-Chiasso

In allen Kantonen entlang der schweizerischen Nord-Süd-Achse wurden parlamentarische Vorstösse gegen die Gigaliner eingereicht. In einer vor kurzem durchgeführten Umfrage sprachen sich 80% der befragten Personen gegen die Zulassung von Gigalinern in der Schweiz aus.

Quelle und weitere Informationen: http://www.alpeninitiative.ch/d/Aktuell.asp, http://www.alpeninitiative.ch/d/Aktuell.asp

2007 eröffneter Lötschberg-Basistunnel verfehlt Verlagerungsziel

Der Lötschberg-Basistunnel hatte laut dem 4. Verlagerungsbericht der Schweizer Regierung bis dato keine bedeutende Auswirkung auf die Güterverlagerung von der Strasse auf die Schiene. Die Alpeninitiative hatte bereits im Vorjahr auf Grundlage einer Studie zur Auswirkung des Gotthard-Basistunnels zusätzliche Massnahmen gefordert, um eine tatsächliche Verlagerung zu erreichen.

Quelle: http://www.cipra.org/de/alpmedia/news/3791/?set_language=de

Positive Bilanz der Einführung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA)

Das Bundesamt für Raumplanung hat eine Bilanz der Einführung der LSVA im Jahr 2001 veröffentlicht: Die Bahnen haben ihre führende Stellung im alpenquerenden Güterverkehr erfolgreich behauptet und transportieren heute knapp zwei Drittel der Güter durch den Alpenbogen.

Quelle und Bericht zum Runterladen: http://www.are.admin.ch/dokumentation/publikationen/00080/index.html?lang=de

Österreich

LKW Hauptverursacher des Zuwachses der CO2-Emissionen in Tirol

Die Treibhausgasemissionen sind in Tirol zwischen 1990 und 2007 um ca. 83% gestiegen. Hauptursache dafür ist die Zunahme des LKW-Transitverkehrs.

Quelle: http://www.vcoe.at/start.asp?b=92&ID=7883

Pontebanna: Vernachlässigte Hochleistungsstrecke

Auf den offiziellen Netzgrafiken der ÖBB ist die Südbahn („Pontebbana“) als Hauptachse eingezeichnet - sie ist eine zweigleisige Hochleistungsstrecke. Nichtsdestotrotz wurde im Dezember auch der letzte tagsüber verkehrende grenzüberschreitende Zug zwischen Österreich und Italien eingestellt.

Quelle: Dr. Karl Schamburek, Salzburg

Deutschland

Gigaliner auch weiterhin in Deutschland unterwegs

Mecklenburg-Vorpommern hat eine Verlängerung der Gigaliner-Tests für ein weiteres Jahr angekündigt. Es handelt sich um die zweite Verlängerung der Tests, die ursprünglich nur einige Monate dauern sollten. In Schleswig-Holstein verkehren seit Anfang Dezember 2009 Gigaliner aus Dänemark, obwohl die derzeitig gültige EU-Richtlinie grenzüberschreitende Fahrten dieser LKW verbietet.

Quelle und weitere Infos: http://www.nomegatrucks.eu/deu/news/deutschland-gigaliner-versuch-verlaengert/

Klimaschutz verkehrt herum: Die Bahn zahlt für CO2-Zertifikate - der Flugverkehr nicht

Ab 2013 muss die Deutsche Bahn ihre CO2-Zertifikate zu 100% bezahlen, die Fluggesellschaften hingegen sollen ihre Zertifikate zu 85% gratis bekommen. Eine offizielle Petition an den deutschen Bundestag soll helfen, diesen Misstand zu beheben.

Quelle und Petition: https://epetitionen.bundestag.de/?action=petition;sa=details;petition=8592

Italien

Demonstration und Baustellenbesetzung im Susatal

In der Nacht vom 11. auf den 12. Jänner haben die GegnerInnen der Hochgeschwindigkeitslinie im Susatal (TGV Lyon-Turin) die Baustelle für die Probebohrungen für die TGV-Linie besetzt. Am 17. Jänner fand eine erneute Besetzung sowie eine Demonstration mit 6'000 Personen in Turin statt. Auch der EU-Abgeordnete Gianni Vattimo nahm daran teil. Er versprach, das Thema im Plenum des EU-Parlaments einzubringen. Am 23. Januar fand eine weitere Demonstration statt an der ca. 30'000 Menschen teilnahmen.

Quelle und weitere Infos: http://www.ambientevalsusa.it/, http://www.notavtorino.org/

Frankreich

Aktion "Kopenhagen" am Montblanc

AktivistInnen der ARSMB haben am 16. Dezember 2009 die Zufahrt zum Montblanc-Tunnel blockiert. Diese nicht angekündigte Aktion hat in beiden Richtungen zu einem Rückstau von 4 km geführt, der v.a. aus LKW bestand. In der vorangegangenen Woche waren Verkehrsspitzen von 2'400 LKW pro Tag gemessen worden, ein bedenklicher Rekord seit der Wiedereröffnung des Tunnels im Jahr 2002.

Quelle: http://www.arsmb.com/index.php?fname=news.php&news_type=8#135

Italien will wieder Gefahrengüter durch den Montblanc-Tunnel transportieren

Die italienischen Behörden möchten, dass der Montblanctunnel wieder einen Teil der Gefahrengutstransporte übernimmt. Sie sind nach der Katastrophe aus auf der Hand liegenden Sicherheitsgründen verboten worden. Lokale Umweltorganisationen und PolitikerInnen kritisieren die zögerliche Reaktion Frankreichs und fordern von ihrer Regierung, dass diese jegliche Rückkehr von Gefahrengut ablehnt.

Quelle: Anne Lassman-Trappier cristallin74@free.fr

Kontinuierlicher Widerstand gegen die Verdoppelung des Frejus-Tunnels

72% des Güterverkehrs durch das Maurienne- und Susatal wurden 2008 auf der Strasse transportiert und nur 28% auf der Bahn. Die Regierung plant immer noch einen 8m breiten Stollen zu bohren, den sie als "Sicherheitsstollen" bezeichnet. Dieser Tunnel würde es ermöglichen, die Kapazität des bestehenden Strassentunnels zu verdoppeln. Réagir und Vivre en Maurienne haben am 14. November in Modane einen Protestmarsch gegen dieses Projekt abgehalten.

Quelle: Réagir!

Umweltgipfel der französischen Regierung (Grenelle de l'Environnement) schläft ein

Sämtliche wesentlichen Umwelt-Entscheide in Frankreich haben sich verzögert: Die Lesung des Grenelle II-Gesetzes durch das französische Parlament wurde auf Anfang dieses Jahres verschoben. Der nationale Verkehrs-Richtplan, der laut dem Grenelle I-Gesetz Ende 2009 hätte erscheinen sollen, liegt immer noch nicht vor. Schliesslich hätte am 1. Jänner 2010 auch eine CO2-Steuer eingeführt werden sollen, sie wurde aber vom Verfassungsgerichtshof unterbunden. Die von den Lobbies und der Industrie gewonnene Zeit hat verheerende Auswirkungen auf die Umwelt: Während die Regierung ihre Entscheide hinausschiebt, werden weiter munter Strassenprojekte gebaut.

Quelle: Anne Lassman-Trappier cristallin74@free.fr

Massiver Widerstand gegen Hochgeschwindigkeitslinie im Baskenland

12'000 haben am 17. Oktober in Bayonne gegen eine Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitslinie im Baskenland demonstriert. Die Bewegung fordert als Alternative die Nutzung bzw. den Ausbau bestehender Linien. Am 23. Jänner fand einer erneute Demonstration statt, an der 15'000 Menschen teilnahmen.

Quelle und Petition: http://www.voiesnouvellestgv.webou.net/accueil.htm

Unerträglicher LKW-Verkehr auf den Passstrassen der Vogesen

Der LKW-Verkehr über die Passstrassen der Vogesen hat ein unerträgliches Ausmass angenommen, weil die Verordnungen zur Begrenzung des Verkehrs für interregionale Transporte nicht streng genug ist. Es genügt, dass ein LKW im Elsass oder in Lothringen ablädt, um eine Genehmigung zu erhalten. Die Vereinigung der BürgermeisterInnen der Vogesen (AMV) hat sich entschieden, koordiniert Erlässe zu verabschieden, wenn sich in den nächsten Monaten nichts ändert.

Quelle: Michel Petitdemange, COSTAV

In der Kürze liegt die Würze

Neuigkeiten oder Termine?

Liebe Leserinnen und Leser des ITEnews, wenn ihr/Sie Informationen oder Termine bekannt machen möchtet, die für die restliche Leserschaft der ITEnews von Interesse sind, dann sendet/senden Sie bitte eine E-Mail an ITE.


Initiative Transport Europe - European Transport Initiative - Iniziativa Europea dei trasporti - Europäische Verkehrsinitiative