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News
Europäische
Union – Alpen
Neuer Verkehrskommissar
Der
neue EU-Verkehrskommissar heisst Sim Kallas. Vor seiner
Amtsbestätigung sagte der Estländer, dass er keine Studie
vorstellen würde, die Gigaliner befürwortet. In seinem
früheren Leben war er nicht nur Premierminister Estlands,
sondern auch Präsident des estländischen Radfahrverbandes.
Bleibt abzuwarten, ob er sich der nächsten Rad-Demo am Montblanc
anschliesst ...
Quelle
und mehr Infos:
http://www.transportenvironment.org/News/2009/12/New-faces-and-responsibilities-at-the-Commission/,
http://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/2010/8-eu-verkehrskommissar-kallas-mega-truck/
Rückkehr der Eurovignette auf
die politische Bühne?
Die
belgische Regierung hat angekündigt, dass sie das Thema
Eurovignette wieder auf die Tagesordnung setzen will, wenn sie im
Juli die EU-Präsidentschaft übernimmt. Das Tarifsystem für
LKW könnte sich also in nächster Zukunft ändern.
Quelle:
http://cts.vresp.com/c/?TransportEnvironment/4c2461dc67/81ae1cc61e/b8ab471537
Die Bahn schafft mehr Arbeitsplätze
als die Strasse
Staatliche
Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur schaffen laut
Berechnungen der Technischen Universität Wien zwei Drittel mehr
Arbeitsplätze als der Bau von Autobahnen. Gerechnet in
Beschäftigtenjahren pro investierte Mrd. Euro kommt der
Autobahnbau auf rund 10‘000
Beschäftigte. Der Eisenbahnstreckenbau, Arbeiten im Bereich des
ÖPNV und Massnahmen zur Verkehrsberuhigung bringen es auf
jeweils 16‘000 Arbeitsplätze pro Mrd. Euro.
Quelle:
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1049141
Schweiz
Rückgang des Güterverkehrs
durch die Schweizer Alpen
Das
Volumen des alpenquerenden Güterverkehrs in der Schweiz ist im
Jahr 2009 im Strassenverkehr um 7,4 % und im Schienenverkehr um
17,7 % zurückgegangen. 61 % der Güter wurden
mit der Bahn transportiert – im Vergleich zu 64 % im Jahr
davor. Das hat zwei Gründe: Der Strassenverkehr wurde billiger,
und die Nachfrage nach Gütern, die normalerweise mit der Bahn
transportiert werden (Stahl, Autos, Holz und Papier), ging zurück.
Quelle:
http://www.uvek.admin.ch/dokumentation/00474/00492/index.html?lang=fr&msg-id=32231
Die EU auf den Spuren des
Alpenschutzes
Auf
Einladung der Alpeninitiative informierten sich EU-Abgeordnete,
MitarbeiterInnen des neuen EU-Verkehrskommissars und VertreterInnen
des Verkehrssekretariats des EU-Parlaments während eines
zweitägigen Besuchs über die Schweizer
Verkehrsverlagerungspolitik und besuchten u. a. das
Schwerverkehrskontrollzentrum in Ripshausen.
Quelle:
http://www.initiative-des-alpes.ch/f/Actualite.asp
Österreich
„Private“ Autobahn
frisst Steuermillionen
Die
Nordautobahn ist die erste österreichische Autobahn, die von
einem privaten Firmenkonsortium gebaut und betreut wurde (PPP: Public
Private Partnership). Die Baukosten belaufen sich auf 800 Millionen
Euro, die vom Bonavenura-Konsortium vorgestreckt wurden. Die schwer
verschuldete ASFINAG zahlt hingegen mehr als 1800 Millionen Euro an
die privaten Konzerne. Und die exorbitanten ASFINAG-Schulden müssen
dann von den SteuerzahlerInnen, also von unseren Kindern und Enkeln,
jahrzehntelang abgestottert werden.
Quelle:
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1047776
Vernetzung gegen eine neue
Transitstrasse
Im Süden Österreichs haben sich 16 Bürgerinitiativen vernetzt, um sich gegen eine neue Transitroute zwischen dem Murtal und Klagenfurt zu wehren. Anstatt die Sicherheit der AnrainerInnen auf den bestehenden Strassen zu verbessern, wollen die Behörden eine neue Schnellstrasse (S37) bauen und eine andere (S36) fertigstellen. Die Bürgerinitiativen verlangen die Beibehaltung des Fahrverbots für LKW über 7,5 t und eine nachhaltige Verkehrspolitik, die die Gefahren des Klimawandels berücksichtigt.
Quelle
und mehr Infos: http://www.verkehrt.info/
Deutschland
Eisenbahnbau für den
Alpentransit auf der langen Bank
In
Deutschland fehlen bis 2025 23 Mrd. Euro für den Eisenbahnbau.
Ein Grund: Ein paar Prestigeprojekte verschlingen das Geld für
alle Strecken. Besonders betroffen sind die Alpen mit sämtlichen
Zulaufstrecken. Und der Brennerbasistunnel? Die Planungen für
die nördliche Zulaufstrecke (noch nicht begonnen) werden sich
vermutlich auch um 10 Jahre verzögern ... Im Süden und im
Norden steht der Tunnel also ohne leistungsfähigen Zulauf da –
eine „Kathedrale in der Wüste“.
Quelle:
www.winnehermann.de
Gigaliner-Versuche auf 2011
verschoben?
Laut
einem Sprecher der deutschen Bundesregierung müssen vor dem
Beginn der Gigaliner-Versuche in Deutschland „die
Auswirkungen auf die Infrastruktur gemanagt“ werden. Anders
gesagt: Die Gigaliner erfordern beträchtliche Investitionen in
die Strasseninfrastruktur.
Quelle:
http://www.nomegatrucks.eu/deu/news/infrastrukturprobleme-2011-gigaliner-versuche-deutschland/
Frankreich
Sehr hohe Luftverschmutzung in der
Haute-Savoie: Die Umweltorganisationen reagieren
Ende
2009 wurde bekannt, dass im Jahr 2008 der gemessene Wert für
Benzo(a)Pyren (ein sehr krebserregender Schadstoff) in Passy –
in einem Gewerbegebiet in der Nähe der Zufahrt zum
Montblanc-Tunnel – viermal so hoch war wie der Grenzwert. Die
Entrüstung und Beunruhigung der Bevölkerung hat zur
Gründung eines Kollektivs von ÄrztInnen geführt.
Ausserdem wurde im Arvetal und insbesondere im Tal von Chamonix eine
sehr hohe Konzentration von Feinstaub (PM10) festgestellt: Die
Grenzwerte wurden im März an sieben aufeinander folgenden Tagen
überschritten. Die ARSMB hat eine Klage gegen die
Luftverschmutzung im Arvetal eingereicht und Massnahmen zur
Einhaltung des französischen Luftqualitätsgesetzes (LAURE)
gefordert.
Quelle:
http://www.arsmb.com
Ökoabgabe nur auf ausgewählten
Strassen
ITE
hat seine französischen Mitglieder auf die Veröffentlichung
einer Verordnung aufmerksam gemacht, die die Anwendung der
zukünftigen Schwerverkehrsabgabe auf Strassen verbietet, auf
denen weniger als durchschnittlich 800 LKW pro Tag fahren. Dazu
zählen zahlreiche Strassen und Pässe in den französischen
Berggebieten. Der Verein „Défense
de la Vallée de la Valière“ im Jura hat dieses
Thema bei seiner Generalversammlung in Anwesenheit zahlreicher
lokaler PolitikerInnen aufgegriffen und sich via Brief bei mehreren
EntscheidungsträgerInnen über diese Situation beschwert.
Die Dörfer dieses Tals werden pro Tag von „nur“ 600
LKW durchquert.
Quelle:
ITE und Pierre Chavon vallee-la-valliere@wanadoo.fr
Keine Rückkehr der Gefahrgüter
an den Montblanc
Vereine
und lokale PolitikerInnen haben sehr heftig auf die italienische
Forderung der Rückkehr der Gefahrguttransporte an den Montblanc
reagiert. In der Haute-Savoie und der autonomen Region Aosta-Tal
wurden mehrere Verordnungen veröffentlicht, um das Verbot von
Gefahrgütern auf den Zufahrtsrampen und im Montblanctunnel
langfristig zu sichern.
Quelle:
Anne Lassman-Trappier cristallin74@free.fr
Doch keine Umfahrung in Grenoble?
Das
kommt in Frankreich selten vor: Der Untersuchungsausschuss hat den
Bau einer Autobahn-Nordumfahrung von Grenoble negativ beurteilt.
Diese neue Route hätte auch die Erweiterung von zwei
Zubringer-Autobahnen erfordert. Das Projekt wird nun verzögert
und möglicherweise sogar aufgegeben.
Quelle:
http://www.ledauphine.com/grenoble-br-sortie-de-route-pour-la-rocade-nord-@/index.jspz?article=279709
Massiver Widerstand gegen TGVs in
Südwestfrankreich
Der
Widerstand gegen die TGV-(Hochgeschwindigkeitszug)-Verbindungen
Bordeaux-Toulouse und Bordeaux-Spanien wächst und erstreckt sich
mittlerweile über den gesamten Südwesten Frankreichs. Es
werden immer wieder Grossdemonstrationen abgehalten, an denen
zahlreiche PolitikerInnen, Vereine und BewohnerInnen teilnehmen. Es
wurde eine Petition lanciert, die die Verbesserung der bestehenden
Linien statt der geplanten TGVs fordert, die Kandidaten für die
Regionalwahlen wurden mit Briefpost eingedeckt und die Gemeinden
Bernos-Baulac, Préchac und Balizac haben sich am 14. März
mit überwältigenden 86,79 %, 94,86 % und
98,98 % gegen die TGV-Linien ausgesprochen.
Quellen
und mehr Informationen: http://www.lpge.fr
, www.vigilance-lgv.fr
Italien
Ist
Facebook zu gefährlich für das Susa-Tal?
Am
5. Februar wurde das Facebook-Konto von Ambiente Valsusa/No Tav und
dem Comite no tav Susa-Mompatentero von Facebook geschlossen. War es
vielleicht zu erfolgreich? Kurz nach der Schliessung wurde ein neues
Konto eröffnet. Ausserdem gab es mehrere Versuche, die Camps
gegen die Probebohrungen für die geplante TGV-Strecke zum
Verschwinden zu bringen. Die gewaltfreie Widerstandsbewegung des
Susatals aber lässt nicht locker und hat am 20. März eine
weitere Grossdemo in Turin abgehalten.
Quelle: http://www.notav.info/,http://www.notavtorino.org/, http://www.ambientevalsusa.it/, http://www.facebook.com/note.php?note_id=303855318160
Widerstand gegen neue Strasseninfrastrukturen
Am
8. Februar fand eine wichtige Sitzung für die Unterzeichnung
eines Abkommens zum Bau neuer wichtiger Strasseninfrastrukturen in
Ligurien und im Südpiemont statt. Die Sitzung wurde von
Protesten der Komitees NO Grona und NO Terzi begleitet, und der
Präsident der Region Ligurien hat das Abkommen nicht
unterzeichnet.
Quelle
und mehr Infos:
http://www.comitatiscrivia.it/,
http://www.infoaut.org/articolo/genova-no-gronda-contestano-sfilata-auto-blu-polizia-carica,
http://www.globalproject.info/public/resources/images/max/corteo_008_2.jpg,
Die Abgeordnetenkammer ratifiziert die Alpenkonvention ohne das Verkehrsprotokoll
Im
Mai 2009 hat der Senat der Ratifizierung der Alpenkonvention mit all
ihren Protokollen zugestimmt. Der Ausschuss für auswärtige
Angelegenheiten der Abgeordnetenkammer – der
als zweite Kammer diese Ratifizierung hätte verabschieden sollen
– hat nun den Strassenverkehrsorganisationen Gehör
geschenkt, die verlangten, dass das Verkehrsprotokoll nicht
ratifiziert wird, weil neue Alpenstrassen und -tunnel gebaut
werden sollen. Am 18. Februar hat der Ausschuss nun die
Alpenkonvention ohne das Verkehrsprotokoll ratifiziert. Der Senat
stimmt nun nochmals über die Ratifizierung der Konvention ab –
ohne Verkehrsprotokoll. Danach kommt noch die Vollversammlung des
Parlaments zum Zug.
Quelle:
Andrea Wehrenfennig, ITE-Vorstand
In der Kürze
liegt die Würze
ITE-Mitglieder
stellen sich vor: Circolo Legambiente Cuneo (Italien)
Legambiente
Cuneo ist seit
den 1980er Jahren in der Region aktiv und
Teil der nationalen Umweltorganisation Legambiente Italia.
Zu
den Zielen des Vereins zählen u. a. Aktivitäten für
die Sensibilisierung der Bevölkerung in Umweltfragen, die
Umweltbildung und die Lösung von Umweltproblemen in der Stadt
und der Natur, sowie die soziale Zusammenarbeit und Solidarität.
Die
Gruppe beteiligt sich an der
Umsetzung nationaler und regionaler Kampagnen auf lokaler Ebene,
wie z. B. der „Operazione Mal'aria“
(Umweltverschmutzung in Städten), „Puliamo il Mondo“
(Abfälle), „Caravano delle Alpi“ (die positive
Projekte in Alpentälern bekannt macht und negative Entwicklungen
anprangert).
Auf
lokaler Ebene führt die Gruppe u. a. folgende Aktivitäten
durch:
Entwicklung
von Aktivitäten
zugunsten der BürgerInnen in
Bezug auf verschiedene Umweltprobleme (Steinbrüche, Abfälle,
Luft- und Wasserverschmutzung, Lärmbelästigung, Energie,
Bodenschutz usw.)
Widerstand
gegen Projekte, die gravierende Auswirkungen auf die Region haben,
wie z. B. Autobahnen (Autobahnen
Cuneo-Asti und Cuneo-Nizza) und die Ausarbeitung von
Alternativvorschlägen.
Förderung
von Initiativen für die Reduzierung der Abfälle;
z. B.
das Projekt „Kompostierung im Haushalt – erhöhen
wir die Qualität unserer Böden mit unseren Abfällen“,
das von den Behörden, Haushalten und lokalen Schulen umgesetzt
wird.
Organisation
von Podiumsgesprächen zu Umweltfragen, auch
in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen (Pro Natura, Movimente
Consumatori, Tavolo delle Assoziazioni de Cuneese usw.); so z. B.
im Mai 2009 mit Sondergast Vandana Shiva über die Bodennutzung.
Tschernobyl-Projekt
(Organisation
von Besuchen von Kindern aus der verstrahlten Region bei Familien in
Cuneo)
Sommercamps
für internationale Freiwillige
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Liebe
Leserinnen und Leser des ITEnews,
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ihr/Sie Informationen oder Termine bekannt machen möchtet, die
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