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ITE Newsletter/Fax 2001

 

ITE-FAX Nr. 55 Oktober / November 2001

Initiative Transport Europe (ITE)

Europäische Initiative für menschen- und umweltgerechten Verkehr

Postfach 28, CH-6460 Altdorf 1

Tel. 0041-41-870 97 89; Fax: 0041-41-870 97 88; E-mail: info@ite-euro.com

www.ite-euro.com

Agenda

München, Sa. 6. April 2002: 9. Int. ITE-Transittagung "Zukunftsfähige Mobilität im Alpenraum"

Infos: Richard Mergner, Bund Naturschutz, r.mergner@lfg.bund-naturschutz.de, Tel. 0049 (0)911 818 78 25

In eigener Sache

Neue ITE-Homepage

Alle Infos zu ITE sind ab sofort unter www.ite-euro.com zu finden. Sprachen: deutsch, französisch; italienisch und englisch werden demnächst geladen. Die neue E-mail-Adresse lautet: info@ite-euro.com. Reinschauen lohnt sich!

Frankreich / Deutschland / Schweiz / Österreich: ITE-Aktionstag 5./ 6. Oktober 2001

"NEIN zur Verdoppelung des Verkehrs; KEINE Rückkehr der LKW am Mont Blanc – FÜR weniger LKW alpenweit". Bilanz: Gute Beteiligung, neben der Grossveranstaltung mit ca. 1000 TeilnehmerInnen an der Fréjus-Autobahn südlich des Mont-Blanc gab es ein Dutzend Solidaritätsaktionen in Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Medienreaktionen waren sehr gut.

Infos: Übersicht und Pressespiegel können beim ITE-Sekretariat kostenlos angefordert werden

EU: ITE-Ausstellung beim informellen Rat in Brüssel

ITE war beim informellen Rat der EU-Verkehrs- und Umweltminister am 14.-16. September 2001 präsent. Partner waren Transport & Environment (T&E), das Bündnis LSVA für Europa und der Schweizerische Dienst für Gesamtverkehrsfragen.

Infos: Die acht Poster (englisch) zu den Themen leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und Alpenverkehr können kostenlos beim ITE-Sekretariat ausgeliehen oder als pdf angefordert werden

Frankreich: Projekt LSVA

Die Alpen-Initiative, Réagir und FNAUT lancieren in Frankreich eine Informationskampagne zur leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA).

Infos: können beim ITE-Sekretariat kostenlos angefordert werden

Nachrichten

24. Oktober: Tragischer Unfall im Gotthardtunnel fordert mindestens 11 Tote

Nach dem Zusammenstoß zweier LKW, der zu einem Tunnelbrand und dem Einstürzen von Teilen der Tunneldecke führte, wird der Schweizer Gotthardtunnel für längere Zeit gesperrt. Das zu immer mehr Verkehrswachstum auf der Strasse führende Verkehrssystem hat wieder einen tragischen Tribut gefordert. Unser Beileid gilt allen Opfern und ihren Familien, Freundinnen und Freunden. Wir werden uns nach diesem Unfall noch mehr als bisher für eine verkehrspolitische Wende einsetzen.

Infos:beim ITE-Sekretariat

Frankreich – Italien: Wiedereröffnung Mont Blanc Tunnel für 15. Dezember angekündigt

Ohne die Sicherheitsanalysen des Unfalls im Gotthardstrassentunnel abzuwarten, haben der französische und italienische Verkehrsminister nur 2 Tage nach dem tödlichen Tunnelbrand in der Schweiz die Wiedereröffnung des Mont-Blanc-Tunnels für LKW angekündigt.

Infos: Renate Zauner, 0033-6-09 64 78 91 oder 0041-79-740 89 14, ugatza@gmx.net

Österreich: Maut auf Autobahnen und Rollende Landstrassen geplant

Die österreichische Verkehrsministerin Forstinger will ab 2003 jeden dritten Transit-Lkw per Bahn transportieren. Dazu soll eine zusätzliche Rollende Landstrasse (RoLa) in Betrieb genommen werden und Mitte 2003 eine Lkw-Maut eingeführt werden. Für Höhe der Kilometerpauschale und Art der elektronischen Erhebung wird noch auf Signale aus Deutschland gewartet. Der aktuelle ITE-Tipp: nicht warten und reden, handeln und vor allem das Verkehrswachstum stoppen, denn sonst sind die verbleibenden 2/3 Strasse 2003 nicht weniger LKW als heute!

Quelle: Der Standard 06.08.2001, Infos: beim ITE- Sekretariat

Deutschland: Ausbau der Autobahn A 7 in Richtung Österreich

Die letzten Lücken der Autobahn A 7 in Richtung Alpen sollen geschlossen werden. Tirol, und speziell das Ausserfern, befürchten eine weitere Transit-Lawine. Eine Klage des Bund Naturschutz ist vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof abgewiesen worden.

Infos: Bund Naturschutz, Richard Mergner, r.mergner@lfg.bund-naturschutz.de,

Frankreich: Intensive Bürgerbeteiligung zum Alpenverkehr gefordert

Unter der Führung von France Nature Environnement (FNE) fordert eine Koalition von 40 französischen Verkehrs- und Umweltorganisationen eine intensive Bürgerbeteiligung ("débat public") bei den politischen Entscheidungen über den Alpenverkehr. ITE unterstützt diese Forderungen.

Infos: France Nature Environnement, transport@fne.asso.fr, www.fne.asso.fr

EU: Weissbuch Verkehr endlich erschienen

Am 12. September ist das lange erwartete EU-Weissbuch Verkehr erschienen. Es beinhaltet die Stossrichtung der EU-Verkehrspolitik bis 2010. Die in den politische Zielen enthaltenen Forderungen finden sich in den konkreten Maßnahmen aber nur zum Teil wieder, eine Abkehr vom Verkehrwachstumssystem ist nicht auf der Tagesordnung. Die Förderung des Gütertransports per Bahn und Schiff sowie die europaweite Einführung von kilometerabhängigen Schwerverkehrsabgaben auf allen Strassen werden immerhin angestrebt. Ob sie umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Die EU-Mitgliedsstaaten sind gefragt!

Infos: können beim ITE-Sekretariat kostenlos angefordert werden

 

 

Bitte schickt Eure Meldungen für das nächste Fax bis 15. November an:

Alpen-Initiative, Redaktion ITE-Fax, Postfach 28, CH-6460 Altdorf 1

Fax: 0041 – 41 – 870 97 88 / e-mail: info@ite-euro.com Besten Dank!

 


Mont Blanc – Brenner – Aspetal
3 Länder – 2 Massive – 1 Kampf

September - Oktober 2001


 

Stand der Dinge

Internationale Vernetzung

·        Die französische Umweltschutzorganisation ARSMB (Verein zum Schutz des Mont Blanc) besuchte im Rahmen einer internationalen Tournee zur Vorstellung des Kampfes gegen die Rückkehr der LKW am Mont Blanc befreundete Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und leistete so einen wichtigen Beitrag zur alpenweiten Vernetzung.

·        Am 6. Oktober fand in den Alpen, Vogesen und Pyrenäen ein internationaler Aktionstag gegen  die Verdoppelung des Güterverkehrs statt. Am Hauptereignis der insgesamt 12 Veranstaltungen in vier Ländern nahmen 1000 Menschen aus ganz Europe teil. Sie blockierten als Solidaritätserklärung mit der Transitbevölkerung in ganz Europa während 2 Stunden die Autobahn im französischen Mauriennetal .

 

Brenner

·        Das Plenum des EU-Parlaments hat (im Gegensatz zum Verkehrsausschuss) dem Vorschlag der EU-Kommission zur Streichung der Obergrenze für Transitfahrten durch Österreich zugestimmt. Gleichzeitig wurde in der beschlossenen Resolution eine Obergrenze für die Transitfahrten eingefordert. Die Entscheidung ist rechtlich umstritten.

 

Mont-Blanc - Maurienne

·        Der französische Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot hat die Wiedereröffnung des Mont Blanc Tunnel für Ende Jahr angekündigt.

·        Die Generalsekretärin der französischen Grünen und ehemalige Umweltministerin Dominique Voynet hat sich gegen die Rückkehr der LKW am Mont-Blanc ausgesprochen.

·        Umweltorganisationen und regionale Politik fordern eine umfassende Diskussion des alpenquerenden Verkehrs auf nationaler und internationaler Ebene vor der Wiedereröffnung des Tunnels.

 

Aspetal

·        Die Eröffnung des Somport-Tunnels ist für Ende des Jahres angekündigt.

 

Termine

 

24./25. Oktober    Runder Tisch und Debatte zur Wiedereröffnung des Mont Blanc Tunnels im Europäischen Parlament

;              Infos: Renate Zauner, ITE, T : 0033-6-09 64 78 91, mail : ugatza@gmx.net

 

Was ihr tun könnt

  • Einzelpersonen :

        - Protestkarte an Premierminister Jospin senden  : Bestellung: info@arsmb.com

        - Petition gegen die Rückkehr der LKW unterschreiben

            150'000 haben bereits unterzeichnet. Ihr könnt die Petitionen unter www.arsmb.com herunterladen

  • Organisationen :

        - Unterstützt das Manifest Mont Blanc-Maurienne-Aspetal

Mehr als 100 Organisationen aus allen Alpenländern haben bereits unterzeichnet. Ihr könnt das Manifest auf www.alpeninitiative.ch herunterladen.

 

 

 

Informationen – Kontakte -Unterlagen

Homepages  : Transitverkehr : www.initiative-des-alpes.ch , www.bellerive.ch , Mont Blanc : www.chamonix.org/arsmb Aostatal www.retealternative.org , Maurienne  : www.reagir.asso.fr , Aspetal  : www.somport.org

Kontakte Internationale Koordination: Renate Zauner, Greenpeace France/ITE, +33-6-09 64 78 91, ugatza@gmx.net , Schweiz  :            Jan Gürke, Alpeninitiative, +41-41-870 97 85, jan.guerke@alpeninitiative.ch , Österreich   : Gerhard Stürzlinger, Initiative für ein lebenswertes Wipptal, +43-5273-6143, Mont Blanc/Frankreich: Georges Unia, ARSMB: +33-6-62 68 40 30, info @ arsmb.com Mont Blanc/Italien : Eligio Milano, Stop ai TIR +39-0165-84 42 66, Maurienne  : Eric Lanoe, Réagir +33-6-62 57 02 48, eric.lanoe@wanadoo.fr , Aspetal : Collectif Alternatives Somport, +33-5-59 39 90 13

Dokumente (von www.alpenitiative.ch herunterladen oder bei ugatza@gmx.net bestellen)

1.      Verkehr durch die Alpen und Pyrenäen – einige Zahlen und Fakten,

2.      Alternativen zum Transitverkehr am Mont Blanc

 

ITE-FAX Nr. 54 Juli / August 2001

Initiative Transport Europe (ITE)

Europäische Initiative für menschen- und umweltgerechten Verkehr

Postfach 28, CH-6460 Altdorf 1

Tel. 0041-41-870 97 89; Fax: 0041-41-870 97 88; e-mail: alpite@rhone.ch

www.ite-euro.com/ITE

Agenda

11. August 2001: Feuer in den Alpen

Lichterkette aus Widerstandsfeuern im ganzen Alpenbogen. Alle AktivistInnen sind aufgerufen, in ihren Regionen selbst Mahnfeuer gegen die Umweltzerstörung in den Alpen zu entzünden.

Infos beim ITE-Sekretariat oder bei CIPRA Schweiz, Reto Solèr, cipra@mountainwilderness.ch

22. September 2001: Aktion Autofreier Tag in Europa

Der Verein Mobil ohne Auto MoA ruft alle interessierten Organisationen und Personen auf, die Autofreien Tage zu unterstützen und Aktionen anzumelden.

Infos: MoA, UMKEHR e.V., info@umkehr.de, http://mobilohneauto.de

6. Oktober 2001: ITE-Aktionstag:

NEIN zur Verdoppelung des Verkehrs

KEINE Rückkehr der LKW am Mont Blanc – FÜR weniger LKW alpenweit

Keine Rückkehr der Lkw an den Mont Blanc! - ein Kampf mit Zündstoff und Vorbildcharakter. Internationaler Aktionstag für einen umweltverträglichen Güterverkehr in den Alpen, Pyrenäen und Vogesen. Solidaritäts-Grossaktion im französischen Mauriennetal. Mitmachen!

Infos beim ITE-Sekretariat

21./22. November 2001: Schweizerische Tagung zur nachhaltigen Entwicklung auf lokaler Ebene

Schwerpunkte: Partnerschaften zwischen öffentlicher Hand und Wirtschaft, lokales wirtschaftliches Handeln mit globaler Verantwortung, Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Agenda 21

Infos: Schweizerische Gesellschaft für Umweltschutz, info@sgu.org

Nachrichten

 

Deutschland: Verkehrslawine im Ost-West-Verkehr auf die Schiene bringen.

Im Ost-West-Verkehr zwischen Bayern und Tschechien fordert der Bund Naturschutz die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Vor dem vorgesehenen Bau neuer Autobahnen müssen die beiden bestehenden nicht elektrifizierten Schienenstrecken endlich modernisiert und ausgebaut werden. Im Rahmen der EU-Osterweiterung muß die Schiene auch bei der Überarbeitung der TEN- und TINA-Netze Vorrang haben.

Infos: Bund Naturschutz, Richard Mergner, richard.mergner@bund.net

Deutschland: BUND fordert Verbesserungen an Gesetzentwurf zur LSVA

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat einen ersten Entwurf zur Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe mit dem Titel "Autobahnmautgebührengesetz für schwere Nutzfahrzeuge (ABMGG)" vorgelegt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die Beschränkung auf Autobahnen, die Abgabengrenze ab 12 t sowie die fehlende Begründung des Gesetzentwurfs mit dem Ziel Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene.

Infos: BN, Richard Mergner, richard.mergner@bund.net oder BUND, Tilman Heuser, tilmann.heuser@bund.net .

EU / Österreich: EU-Weissbuchs verzögert, 108%-Ökopunkteklausel erhalten, wie weiter in Österreich?

Die Veröffentlichung des EU-Weissbuchs verzögert sich bis mindestens September. Der EP-Verkehrsausschuß hat derweil dem Plan der EU-Kommission, die wichtige 108%-Klausel aus dem Transitvertrag zu streichen, eine Abfuhr erteilt. Zudem hat der juristische Dienst des Europaparlaments deutliche vertragsrechtliche Zweifel am Kommissionsvorschlag geäußert. Was in Österreich nach dem Auslaufen des Transitvertrages Ende 2003 passiert ist weiterhin unklar. Wenn die EU-Richtlinien für eine EU-weite Lkw-Maut verspätet in Kraft treten, droht ein mehrjähriger vertragsloser Zustand. In dieser Zeit könnten Lkw ungehindert über die Alpen rollen.

Infos: ITE, Renate Zauner, ugatza@gmx.net

Österreich: Lkw-Unfall im Tauern-Tunnel

Am 10. Juli hat sich im Tauerntunnel ein Lkw-Unfall ereignet. Dies zeigt einmal mehr, daß die Verlagerung auf die Bahn prioritär gefördert werden muss und die Durchfahrtsbewilligungen für Lkw begrenzt werden müssen. Oder laut Zitat der ASFINAG: "Durch mehr Verkehr steigt auch die Gefahr einer Katastrophe" (Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit von Strassentunneln in Österreich, September 2000).

Infos: ITE, Renate Zauner, ugatza@gmx.net

Schweiz: Neueste Zahlen zum Transitverkehr / Rekordmenge im Jahr 2000

1.4 Millionen Camions durchquerten letztes Jahr die Schweizer Alpen, 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Schienenverkehr hat in der gleichen Zeitperiode um 12 Prozent zugelegt. Damit hat sich der Marktanteil der Bahn am alpenquerenden Güterverkehr um ein Prozent auf 70 Prozent erhöht. Dies zeigen die neusten Ergebnisse der Verkehrsbeobachtungen des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE). Zwischen 1999 und 2000 hat der alpenquerende Güterverkehr auf Strasse und Schiene zusammen um 10 Prozent zugenommen. Mit insgesamt rund 30 Millionen Tonnen Gütern wurde letztes Jahr eine Rekordmenge über die Schweizer Alpen transportiert: 9 Millionen Tonnen auf der Strasse und rund 21 Millionen Tonnen auf der Schiene.

Quelle: Alpen-Newsletter vom 8.7.2001. Bericht "Güterverkehr durch die Schweizer Alpen 2000 – Verkehrsobservatorium" zu bestellen unter www.edmz.ch;

Schweiz: Strengere Richtlinien für Gefahrguttransporte

Das schweizerische Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) setzt per Anfang August strengere Richtlinien für Gefahrguttransporte auf Strasse, Schiene und Wasser in Kraft. Die Richtlinien teilen die Risiken in drei Klassen ein: untragbar (Klasse 1), problematisch (Klasse 2) und tragbar (Klasse 3). Die neuen Richtlinien erwähnen als wirksamste Massnahme zur Risikominderung , die gefährlichen Güter dort zu produzieren, wo sie gebraucht werden und damit den Transport überflüssig zu machen. Des weiteren nehmen sie Bezug auf die Verwendung verstärkter Kesselwagen, alternative Routen zur Vermeidung von Strecken und Bahnhöfen mit viel Verkehr oder Tunnels, Geschwindigkeitsreduktionen, Beförderung von Transportgut in kleineren Einheiten.

Infos: Medienmeldung des BAV unter http://www.bav.admin.ch/d/mm/ar_detail_d.cfm?mm_index=368

Grossbritannien: Strassenmaut und Quersubventionierung in London geplant

Ken Livingstone, der Bürgermeister von London, plant eine Maut für Autofahrer ins Stadtzentrum. Ca. fünf Pfund soll die Gebühr für Pkw kosten und ab 1.1.03. gelten. Jährlich wird mit Nettoeinnahmen von insgesamt 200 Mio. Pfund und mit einer Verkehrsreduktion von 10-15% des Autoverkehrs gerechnet. Das Geld soll dem Busverkehr, aber auch dem Veloverkehr und den Fussgängern zugute kommen. Die Förderung des öffentlichen Verkehrs durch Gelder aus Road-Pricing stellt eine europäische Neuheit dar.

Infos: Stadtregierung London, www.london.gov.uk

Publikationen

Alpen-Initiative (2001): Wie sich Gemeinden gegen die Lastwagenflut wehren können. Ausführliche Anleitung und Massnahmen gegen Lkw-Transit in Ortschaften. Zu bestellen bei: Alpen-Initiative, Postfach 28, 6460 Altdorf 1, Tel. 041-870 97 81, Fax 041-870 97 88, info@alpeninitiative.ch

UVEK – Bundesamt für Raumentwicklung: "Alpenquerender Güterverkehr auf Strasse und Schiene 1999. Alpenübergänge der Schweiz"Bern, April 2001, Detaillierte Zahlen und Daten zu Art, Herkunft und Menge der Waren die 1999 die Schweizer Alpen querten. Bestellung: www.edmz.ch, SFr 11.-

Bitte schickt Eure Meldungen für das nächste Fax bis 15. August an:

Alpen-Initiative, Redaktion ITE-Fax, Postfach 28, CH-6460 Altdorf 1

Fax: 0041 – 41 – 870 97 88 / e-mail: alpite@rhone.ch Besten Dank!

 

 

 


Mont Blanc – Brenner – Aspetal
3 Länder – 2 Massive – 1 Kampf

Juli-August 2001


 

Stand der Dinge

Brenner

  •   Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments hat den Vorschlag der EU-Kommission zur Streichung der Obergrenze für Transitfahrten durch Österreich klar abgelehnt. Die Kommission versucht nun durch Infragestellung der Transitzahlen einmal mehr einen Weg zur Umgehung der Transitabkommens zu finden .

Mont Blanc - Maurienne

  • Die Widerstandsfront gegen die Rückkehr der LKW wächst : neben 120 internationalen und nationalen Organisationen, 200'000 Einzelpersonen und bekannten Persönlichkeiten wie der Snowboardweltmeisterin Karine Ruby und Prinz Saddrudin Aga Khan haben sich auch die Vizepräsidentin des Schweizer Parlaments und zahlreiche andere Schweizer PolitikerInnen ganz klar gegen die Rückkehr der LKW ausgesprochen.

  • Am 19. August findet in den 3 Mont-Blanc Gemeinden eine Volksbefragung zur Rückkehr der LKW statt.

  • Nach einer unabhängigen Luftverschmutzungsstudie im Mauriennetal liegen erstmals vergleichbare Luftmessungen aus allen 3 Alpenländern vor, die klar die Sensibilät der Alpen aufzeigen.

Aspetal

  • Die Eröffnung des Somport-Tunnels ist für Ende des Jahres angekündigt

 

Termine


6. Oktober 2001 – Internationaler Aktionstag

 

NEIN zur Verdoppelung des Güterverkehrs bis 2010

 – FÜR einen LKW-freien Mont Blanc und weniger Transitverkehr

 

Internationale Mont-Blanc-Solidaridätsdemo im französischen Mauriennetal (der französische Brenner)

Demonstration in den Pyrenäen (Aspetal) und Vogesen

Aktionen in Österreich, Deutschland, Italien, Schweiz…

 

Kommt in die Maurienne oder eine der Aktionen in Eurer Nähe!

Infos : Renate Zauner, T  :+33-6-21 98 98 94 , ugatza@gmx.net , Jan Guerke, ITE, T : +41-41-870 97 89, Jan.Guerke@alpeninitiative.ch

 


 

15./16. September     Informeller Rat der EU-Umwelt- und VerkehrsministerInnen

;              Infos: Jan Guerke, ITE, T : 0041-41-870 97 89, mail : Jan.Guerke@alpeninitiative.ch

 

 

Was ihr tun könnt

  • Einzelpersonen :

        - Protestkarte an Premierminister Jospin senden  : Bestellung: info@arsmb.com

        - Petition gegen die Rückkehr der LKW unterschreiben

            200'000 haben bereits unterzeichnet. Ihr könnt die Petitionen unter www.arsmb.com herunterladen

  • Organisationen :

        - Unterstützt das Manifest Mont Blanc-Maurienne-Aspetal

            Mehr als 100 Organisationen aus allen Alpenländern haben bereits unterzeichnet. Ihr könnt das Manifest auf www.alpeninitiative.ch herunterladen.

 

Informationen – Kontakte -Unterlagen

Homepages  : Transitverkehr : www.initiative-des-alpes.ch , www.cyberalps.com Mont Blanc : www.chamonix.org/arsmb Aostatal www.retealternative.org , Maurienne  : www.reagir.asso.fr , Aspetal  : www.somport.org

Kontakte Internationale Koordination: Renate Zauner, Greenpeace France/ITE, +33-6-21 98 98 94, ugatza@gmx.net , Schweiz p;              Jan Gürke, Alpeninitiative, +41-41-870 97 85, jan.guerke@alpeninitiative.ch , Österreich   : Gerhard Stürzlinger, Intiaitve für ein lebenswertes Wipptal, +43-5273-6143, Mont Blanc/Frankreich: Georges Unia, ARSMB: +33-6-62 68 40 30, info @ arsmb.com Mont Blanc/Italien : Eligio Milano, Stop ai TIR +39-0165-84 42 66, Maurienne  : Eric Lanoe, Réagir +33-6-62 57 02 48, eric.lanoe@wanadoo.fr , Aspetal : Collectif Alternatives Somport, +33-5-59 39 90 13

Documente (von www.alpenitiative.ch herunterladen oder bei ugatza@gmx.net bestellen)

1. Verkehr durch die Alpen und Pyrenäen – einige Zahlen und Fakten, 2.   Alternativen zum Transitverkehr am Mont Blanc

 

 

ITE-FAX Nr. 53 Juni / Juli 2001

Initiative Transport Europe (ITE)

Europäische Initiative für menschen- und umweltgerechten Verkehr

Postfach 28, CH-6460 Altdorf 1

Tel. 0041-41-870 97 89; Fax: 0041-41-870 97 88; e-mail: alpite@rhone.ch

www.ite-euro.com/ITE

Agenda

27./28. Juni 2001: EU-Verkehrsministerrat

Thema: Weissbuch für eine überarbeitete Strategie für eine EU-Verkehrspolitik

Infos bei T&E, Stephanos Anastasiadis, info@t-e.nu

11. August 2001: Feuer in den Alpen

Lichterkette aus Widerstandsfeuern im ganzen Alpenbogen. Alle AktivistInnen sind aufgerufen, in ihren Regionen selbst Mahnfeuer gegen die Umweltzerstörung in den Alpen zu entzünden.

Infos beim ITE-Sekretariat oder bei CIPRA Schweiz, Reto Solèr, cipra@mountainwilderness.ch

22. September 2001: Aktion Autofreier Tag in Europa

Der Verein Mobil ohne Auto MoA ruft alle interessierten Organisationen und Personen auf, die Autofreien Tage zu unterstützen und Aktionen anzumelden.

Infos: MoA, UMKEHR e.V., info@umkehr.de, http://mobilohneauto.de

6. Oktober 2001: ITE-Aktionstag

Keine Rückkehr der Lkw an den Mont Blanc! - ein Kampf mit Zündstoff und Vorbildcharakter. Internationaler Aktionstag für einen umweltverträglichen Güterverkehr in den Alpen, Pyrenäen und Vogesen. Mitmachen!

Infos beim ITE-Sekretariat

Nachrichten

Schweiz: Start der Rollenden Autobahn Lötschberg-Simplon

Am 11. Juni ist die "Rollenden Landstrasse" zwischen Freiburg im Breisgau (D) und Novara (I) plangerecht in Betrieb gegangen. Damit wird ein Verlad von Lkw bis 4 m Höhe und 2,5 m Breite im Alpentransit möglich.

Infos beim ITE-Sekretariat oder unter www.bls.ch

Schweiz: Politischer Druck auf die Alpenkonvention

Im nächsten Jahr will der Schweizer Bundesrat die Protokolle der Alpenkonvention ratifizieren. Die Rahmenkonvention wurde von der Schweiz bereits vor zwei Jahren ratifiziert. Die bürgerlichen Parteien des Kantons Wallis machen Druck gegen die Ratifizierung, mit dem Ziel die Alpenkonvention zu Fall zu bringen.

Infos: Dominik Siegrist, CIPRA Schweiz, dominik.siegrist@alpenbuero.ch

Österreich: Strenge Strafen bei überladenen Lkw

Ist ein LKW mit einem Gesamtgewicht von 40 Tonnen um 800 kg zu schwer, so heißt das in Tirol Anzeige und Abladen. Dies hat gute Gründe: 10 % Überlast führt zu 46 % höheren Schäden. Doppeltes Gewicht heisst 16-facher Schaden. Was für die Fuhrunternehmer wirtschaftlich ist, kostet die Steuerzahler einen hohen Preis.

Info: Dieter Kruk, Arbeitsgemeinschaft "Güter auf die Schiene" AGS, dieter.kruk@gmx.de

Österreich: Ökopunkte-Streit

Anfang des Jahres hat der Europäische Gerichtshof eine einstweilige Verfügung verhängt, nach der die Ökopunkte wegen der Mehrfahrten im Vorjahr heuer um 160.000 Transitfahrten gekürzt werden müssten. In Brüssel werden nun jedoch die österreichischen Zahlen bezweifelt, die letztlich zur Reduktion der Ökopunkte geführt haben. Die Reaktion der Umweltseite könnte eine Demonstration auf der Brennerautobahn im September sein...

Infos: Eva Lichtenberger, Grüne Österreich, Lichtenberger@magnet.at

Österreich: Schwindel mit Transitgenehmigungen

Lkw aus Drittstaaten, die Österreich mit Durchfahrtsbewilligungen der Europäischen Verkehrsministerkonfernez (CEMT) durchqueren, fahren oft mit ein und derselben Bewilligung mehrmals, vor allem über den Brenner. Umweltorganisationen und Grüne verlangen eine Streichung der wettbewerbsverzerrenden Kontingente..

Quelle: Der Standard, 6.6.01, Infos: Transitforum Austria-Tirol, Fritz Gurgiser, , transitforum@netway.at

Österreich: Infodienst Tauernautobahn

Der VCÖ-Salzburg bietet einen Infodienst rund um die Verkehrs-, Finanzierungs-, Sicherheits- und Umweltproblematik auf der Tauernautobahn. Der "Internet-Infodienst Tauernautobahn" ist unter http://www.vcoe.at/publikationen/suche.asp durch Eingabe des Stichworts "Tauernautobahn" zugänglich.

Infos: Verkehrsclub Österreich VCÖ Salzburg, Karl Regner, regner.karl@lion.cc

Deutschland: Lkw –Maut auf dem Vormarsch

Die Bundesregierung plant, laut Aussagen von Verkehrsminister Kurt Bodewig (SPD), den Gesetzentwurf zur Lkw-Maut im Sommer dieses Jahres im Kabinett zu beschliessen.

Quelle: Alpen-Newsletter 13.5.01; Infos beim ITE-Sekretariat

EU: Bessere Arbeitsbedingungen für Lkw-Chauffeure angestrebt

Bei der Europäischen Verkehrsministerkonferenz CEMT in Lissabon hat der Schweizer Verkehrsminister Moritz Leuenberger zu den Arbeitsbedingungen der Lastwagenchauffeure interveniert. Die Chauffeure hätten ein Recht auf die Einhaltung der sozialen Mindeststandards wie der 48-Stunden-Woche.

Quelle: Alpen-Newsletter 1.6.01

EU: EU-Verfahren gegen drei Staaten wegen geringerer Dieselsteuer

Speditionen in Frankreich, Italien und den Niederlanden, die im vergangenen Jahr die Steuern für Dieselkraftstoff stark gesenkt haben, um ihr Gütertransportgewerbe zu unterstützen. müssen damit rechnen, von ihren Staaten gewährte Nachlässe auf Mineralölerzeugnisse zurückzahlen zu müssen. Die EU-Kommission hat ein Prüfverfahren eingeleitet. Sie sieht in den Steuervergünstigungen einen Verstoß gegen EU-Wettbewerbsrecht.

Quelle: http//www.energate.de, 12.4.01; Infos: Heike Aghte, Bündnis LSVA für Europa, Heike.Aghte@t-online.de

Publikationen

Bundesamtes für Raumentwicklung ARE (2001): Wege durch die Alpen - Alpenquerender Güterverkehr auf Strasse und Schiene. Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Zu bestellen bei BBL/EDMZ, 3003 Bern (Artikel-Nr.: 812.003 d) oder online über www.edmz.ch T&E (2001): Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Güterverkehr . 10 Merkpunkt wie der Güterverkehr nachhaltiger wird. Kostenloses Faltblatt, zu bestellen unter info@t-e.nu oder www.t-e.nu T&E / France Nature Environnement (2001): Conference Proceedings: European Conference "Towards more sustainable freight transport" 5 December 2000, Paris. Tagungsbericht, Englisch und französisch erhältlich.

Zu bestellen unter info@t-e.nu oder www.t-e.nu

Verkehrsclub Österreich VCÖ (2001): Verkehr bedroht unser Trinkwasser. Kostenloses Faltblatt zu bestellen unter vcoe@vcoe.at oder www.vcoe.at

Bätzing, Werner (2001): Der neue Status der Alpen als Makroregion . Braucht es veränderte politische Strategien für das Herz Europas? Zeitungsartikel, Neue Zürcher Zeitung NZZ vom 7. Mai 2001.Zu finden unter http://archiv.nzz.ch/books/nzzmonat/0/$7BAAX$T.html.

 

 

Bitte schickt Eure Meldungen für das nächste Fax bis 15. Juli an:

Alpen-Initiative, Redaktion ITE-Fax, Postfach 28, CH-6460 Altdorf 1

Fax: 0041 – 41 – 870 97 88 / e-mail: alpite@rhone.ch

 

 

 


Mont Blanc – Brenner – Aspetal
3 Länder – 2 Massive – 1 Kampf

Mai - Juni 2001


 

Stand der Dinge

Brenner

  • Der Ökopunktestreit spitzt sich aufs Neue zu:

§           die Kommission zweifelt die Zahlen Österreichs an, das Transitforum droht mit einer Brennerblockade.

§           im europäischen Parlament wird derzeit ein Bericht zum Thema ausgearbeitet

§           die Akteure erwarten mit Spannung des Weissbuch der Kommission, das Anfang Juli die Vorstellungen der Kommission für die Verkehrspolitik bis 2010 darlegen wird, also gezwungenermassen auch eine Ökopunkte-Folgelösung für die Zeit nach 2003 enthalten sollte

 

Mont Blanc  und Mauriennetal

  • Die Stellungnahme der Europäischen Kommission zur Petition gegen die Rückkehr der LKW steht immer noch aus.  Die diesbezügliche Anfrage des Europäischen Parlaments stammt aus dem Dezember 2000.

  • Die Wiedereröffnung des Mont Blanc Tunnels wurde auf Ende Jahr verschoben

  • Das Maurienne-Tal wartet vergeblich auf Entlastungsmassnahmen von seinen bis zu 7000 LKW täglich

 

Aspetal

  • Das Umweltministerium hat eine negative Stellungnahme für einen Teil der Transitstrasse erstellt.

  • Die Eisenbahngewerkschaften fordern die Wiedereröffnung der Eisenbahnlinie Pau-Canfranc.

 

Termine


Die Luftverschmutzung macht vor Grenzen nicht halt...

22. Juni           Unabhängig währt am Besten – Schweizer Experten messen in Frankreich:

;              11h Studienpräsentation, Pressekonferenz, Le Manège, Chambéry ; 20h30 Diskussionsabend, Salle des Chaudannes, St-Jean-de-Maurienne, Infos : Susanna Trucchia, Alp Action 0033-6-21 98 98 94

 

... und auch der Widerstand kennt keine (politischen) Grenzen

25. Juni           Die Alpen kommen nach Chamonix : Pressekonferenz mit PolitikerInnen und Umweltorganisationen aus Frankreich, Italien und der Schweiz und bekannten BergsteigerInnen

;              Infos: Renate Zauner, ITE/ Greenpeace Frankreich 0033-6-21 98 98 94, Georges Unia, ARSMB, 0033-6-62 68 40 30


 

Anfang Juli        Die europäische Kommission stellt ihr Weissbuch für die Verkehrspolitik bis 2010 vor

;              Infos : Renate Zauner, ITE/Greenpeace France 0033-6-21 98 98 94, mail : ugatza@gmx.net

27/28. Juni         Europäischer Verkehrsministerrat

;              Infos : Renate Zauner, ITE/Greenpeace France 0033-6-21 98 98 94, mail : ugatza@gmx.net

6. Oktober          ITE-Aktionstag

p;              Infos: Jan Guerke, ITE, T : 0041-41-870 97 89, mail : Jan.Guerke@alpeninitiative.ch

 

Was ihr tun könnt

  • Einzelpersonen :

        - Protestkarte an Premierminister Jospin senden  : Bestellung: info@arsmb.com

        - Petition gegen die Rückkehr der LKW unterschreiben

            150'000 haben bereits unterzeichnet. Ihr könnt die Petitionen unter www.chamonix.org/arsmb herunterladen

  • Organisationen :

        - Unterstützt das Manifest Mont Blanc-Maurienne-Aspetal

            Mehr als 100 Organisationen aus allen Alpenländern haben bereits unterzeichnet. Ihr könnt das Manifest auf www.alpeninitiative.ch herunterladen.

 

Informationen – Kontakte -Unterlagen

Homepages  : Transitverkehr : www.initiative-des-alpes.ch , www.bellerive.ch , Mont Blanc : www.chamonix.org/arsmb Aostatal www.retealternative.org , Maurienne  : www.reagir.asso.fr , Aspetal  : www.somport.org

Kontakte Internationale Koordination: Renate Zauner, Greenpeace France/ITE, +33-6-21 98 98 94, ugatza@gmx.net , Schweiz p;              Jan Gürke, Alpeninitiative, +41-41-870 97 85, jan.guerke@alpeninitiative.ch , Österreich   : Gerhard Stürzlinger, Intiaitve für ein lebenswertes Wipptal, +43-5273-6143, Mont Blanc/Frankreich: Georges Unia, ARSMB: +33-6-62 68 40 30, info @ arsmb.com Mont Blanc/Italien : Eligio Milano, Stop ai TIR +39-0165-84 42 66, Maurienne  : Eric Lanoe, Réagir +33-6-62 57 02 48, eric.lanoe@wanadoo.fr , Aspetal : Collectif Alternatives Somport, +33-5-59 39 90 13

Documente (von www.alpenitiative.ch herunterladen oder bei ugatza@gmx.net bestellen)

1. Verkehr durch die Alpen und Pyrenäen – einige Zahlen und Fakten, 2.   Alternativen zum Transitverkehr am Mont Blanc

 

 

 

ITE-FAX Nr. 52 April/Mai 2001

Initiative Transport Europe (ITE)
Europäische Initiative für menschen- und umweltgerechten Verkehr
Postfach 28, CH-6460 Altdorf 1
Tel. 0041-41-870 97 89; Fax: 0041-41-870 97 88; e-mail: alpite@rhone.ch
www.ite-euro.com/ITE

ITE-Fax ist ein monatlicher Rundbrief von und für (Transit)Verkehrsorganisationen mit den wichtigsten Ereignisse auf EU-Ebene und entlang der grossen Transitsstrecken. Er ist gratis und kann unter alpite@rhone.ch bestellt werden.

Agenda

28.-30. April 2001 : 13. Bundesweiter Umwelt- und Verkehrs-Kongress BUVKO
Infos: UMKEHR e.V., Karl Heinz Ludewig, info@umkehr.de

24.-27. Mai 2001 : Tagung GRENZERLEBNISSE
Umwelt- und Verkehrstagung am Brenner, der symbolischen Nord-Südbrücke im Alpenraum und berüchtigten LKW-Transitkorridor.
Infos: Initiative für ein lebenswertes Wipptal, Gerhard Stürzlinger, stuerzlinger.gerhard@aon.at

17. Juni 2001 / 22.September 2001 : Aktion Autofreier Tag in Europa
Der Verein Mobil ohne Auto MoA ruft alle interessierten Organisationen und Personen auf, die Autofreien Tage zu unterstützen und Aktionen anzumelden.
Infos: MoA, UMKEHR e.V., info@umkehr.de, http://mobilohneauto.de

Nachrichten

Schweiz: Staus beim Lkw-Transitverkehr – Nachtfahrverbot in Gefahr!
In den vergangenen Wochen ist es zu erheblichen Lkw-Staus auf der Gotthard-Achse gekommen. Ursache ist der zunehmende Transitverkehr, der die baulichen Kapazitäten der Zollstation in Chiasso übersteigt. Das Schweizerische Verkehrsdepartement hat entschieden, die Abfertigungszeiten für Lkw aus dem Tessin nach Italien über Ostern in den Abendstunden zu verlängern. Im Gegenzug dürfen italienische Lkw an Himmelfahrt, Pfingstmontag und 1. August schon nachts in die Schweiz einreisen. Die Alpen-Initiative verurteilt diese schleichende Aufweichung des Nachtfahrverbots aufs schärfste. Neben direkten Aktionen an den Ostertagen werden auch rechtliche Schritte gegen die Ausnahmebewilligungen vorbereitet.
Infos: Jan Gürke, Alpen-Initiative, jan.guerke@alpeninitiative.ch

Österreich: Arbeitsbedingungen und Unfallfolgen im Strassengüterverkehr
Eine Studie der Arbeiterkammer AK Österreich zeigt: 68 Prozent aller Unfälle sind mehr oder weniger Folge des enormen Drucks auf die Fahrer. Verantwortlich dafür sind meist die Nichteinhaltung der Lenk- und Ruhezeiten und zu grosser Zeitdruck. Ausserdem überschreitet mehr als die Hälfte der Lkws die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, und auch die Abstände zum Vordermann sind äusserst gering. Die AK fordert Strafen auch für Arbeitgeber, die Einführung eines "schriftlichen Fahrtauftrages" zur Erleichterung der Beweisführung, europaweit standardisierte wirksamer Kontrollen sowie Kostenwahrheit im Verkehr.
Quelle: Alpen-Newsletter 14.3.2001, Infos: AK Wien Presse, akpresse@akwien.or.at, http://www.akwien.at

Österreich: Bundeskanzler spricht sich für Querfinanzierung der Bahn durch die Strasse aus
Der österreichische Bundeskanzler Schüssel äusserte sich vor kurzem zur Verkehrspolitik nach dem Auslaufen des Transitvertrages: «In den verbleibenden zwei Jahren müssen wir ein neues Verkehrsregime schaffen, das dann geltendes Recht in der EU werden könnte. Wenn wir nichts tun, bleibt der Verkehr irgendwann stecken. Eine mögliche Massnahme wäre eine Abgabe auf den Gütertransport, von dem die Bahn einen Teil erhalten würde.»
Quelle: SonntagsBlick 11.03.200
Deutschland: Bundesregierung befasst sich mit LSVA
Die deutsche Bundesregierung prüft, ob bei der Einführung einer kilometerabhängigen Strassenbenutzungsgebühr auf Autobahnen für Lkw Belastungen für deutsche Transportunternehmen entstehen können. Dabei werde auch überlegt, ob "unterstützende Maßnahmen" zulässig und verkehrs-, umwelt- und finanzpolitisch vertretbar seien. Mit der Einführung einer solchen Gebühr für schwere Lkw will die Regierung nach eigenen Angaben eine Harmonisierung der Wettbewerbsbedingungen in der EU erreichen. Ob die »unterstützenden Massnahmen" nun zu gerechten Wettbewerbsbedingungen beitragen oder nicht – immerhin ist die deutsche Bundesregierung soweit, sich aktiv mit dem Thema LSVA zu beschäftigen.
Infos: Tilmann Heuser, Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland BUND,