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ITE Newsletter 62: April/Mai 2003

AGENDA


29. Mai 2003: Zwischen Le Fayet und Chamonix, Haute Savoie, Frankreich. Für die Umwelt : Aufstieg und Großdemo mit dem Fahrrad, friedlich und feierlich: Anlässlich des Gipfeltreffens G8 ­- für eine andere weltweite Umweltpolitik - bewegen wir uns mit Fahrrädern zu anderen Gipfeln als denen des Profits. Mehr Infos gibt's auf dem Anrufbeantworter der ARSMB +33 (0)4.50.54.32.64 oder auf der Internet-Seite www.arsmb.com

Samstag, 21. Juni 2003 Generalversammlung FARE Sud in Veynes (Hautes-Alpes). Mehr Infos   bei FARE-SUD@wanadoo.fr

Samstag, 13. September 2003 : St Jean Pied de Port, Demo gegen den Schwerlastverkehr in den Pyrenäen. Nein zum vierspurigen Ausbau zwischen Pampelune und Salies. Mehr Infos über die aktuelle Lage gibt's unter der Rubrik « Aktuelles » in diesem Fax. Kontaktadresse : LEIA BP3 64430 BAIGORRI   

 

INTERNE AKTIVITATEN


Generalversammlung ITE

Die Generalversammlung 2003 von ITE fand am 9. Mai in Bozen statt. Der Vormittag stand unter dem Motto, mit den ITE-Mitgliedsvereinen über eine länderübergreifende Aktion im Alpenraum nachzudenken. Am Nachmittag fand dann die eigentliche Generalversammlung statt. Dort wurden vier neue Vereine aufgenommen : Mountain Wilderness Schweiz, France Nature Environnement, WWF Italien und Cantiere Cuneo. Außerdem wurde im Rahmen der Generalversammlung eine neue Vorstandschaft gewählt, in der pro Land zwei Vereine vertreten sind. Jean Jonot von der FRAPNA Isère überließ seinen Platz Anne Lassman von CPVH; Nora Girardi von ADMB überließ ihren Platz Alberto Collida de Cantiere Cuneo; Toni Aschwanden von der Alpen-Initiative hat Patrice Mugny ersetzt und Jan Gürke vertritt nun Mountain Wilderness Schweiz. Renate Zauner hat sich nicht mehr zur Präsidentin aufstellen lassen, der Vorstand hat beschlossen, statt dessen zwei Vizepräsidenten zu wählen. Die Wahl wird im Rahmen der nächsten Vorstandsversammlung im Juli in Genf stattfinden.

Das Protokoll der Generalversammlung sowie die neue Mitgliederliste kann bei info@ite-euro.com angefordert werden.

Der 10. ITE-Kongreß: Kostenwahrheit im Verkehr

Der 10. ITE-Kongreß wurde von CIPRA Italia, Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Südtirol und Legambiente organisiert und war ein großer Erfolg. Die Vorträge waren von einer hohen Qualität und umfassten das gesamte Spektrum der Problematik. Helmuth Moroder (Vizepräsident von Cipra Italia) hat zum Abschluß des Kongresses daran erinnert, daß es nicht eine einzige sondern mehrere Wahrheiten über die externen Kosten gebe: « Man kann bis ins Unendliche über Indikatoren und deren Bewertung hinsichtlich der wahren Kosten diskutieren, die Kernfrage lautet jedoch: Möchte man die Verlagerung von der Straße auf die Schiene, oder nicht. Die Aufdeckung der wahren Kosten kann dann eine Hilfestellung bieten, aber sie ist nicht die Einzige.... ». .Alle Mitglieder von ITE danken herzlich den Organisatoren des Kongresses sowie der Alpen-Initiative, die zur Finanzierung beigetragen hat.

Die Beiträge der Redner können demnächst in Französisch, Deutsch und Italienisch unter info@ite-euro.com abgerufen werden.

 
NACHRICHTEN

EU: Mautsysteme für den Schwerverkehr vor der Harmonisierung?

Am 23. April legte die Europäische Kommission einen Richtlinienvorschlag zur Harmonisierung der elektronischen Mautsysteme in der EU vor. Demnach soll ab Anfang 2005 ein einheitliches System die Interoperabilität von Mautsystemen für Fahrzeuge über 3,5 t (oder für mehr als 10 Personen) sicherstellen. Gleichzeitig mit dem Richtlinienvorschlag hat die Kommission in Form einer Mitteilung Vorschläge für neue Finanzierungsinstrumente der Transeuropäischen Verkehrsnetze vorgelegt.

Richtlinienvorschlag: http://europa.eu.int/comm/transport/themes/network/doc/com_2003_0132_en.pdf

Schweiz: Gotthard-Tunnel: Wird das Tropfenzählersystem durch ein Reservationssystem ergänzt?

Am 22. Mai hat der Schweizer Verkehrsminister Moritz Leuenberger Bilanz über das sogenannte "Tropfenzählersystem" für LKW gezogen. Das Dosierungssystem, welches nach der Gotthardtunnel-Katastrophe eingeführt wurde, habe sich bewährt. Nach der Wiedereröffnung galt zuerst ein Kreuzungsverbot für LKW. Seit Oktober 2002 dürfen sich die LKW wieder im Gotthard-Tunnel kreuzen, werden allerdings nur "tropfenweise" durch den Tunnel gelassen. Laut Leuenberger könnte das heutige System in Zukunft durch ein Reservationssystem ergänzt und optimiert werden. So wie man für eine Fahrt auf eine Mittelmeer-Insel einen Platz auf der Fähre reserviert, sollen auch LKW in Zukunft eine Reservierung für eine Transitfahrt über die Schweizer Alpen machen.

Quellen : Alpen-Initiative www.alpeninitiative.ch ; email: international@alpeninitiative.ch Neue Zürcher Zeitung, 23. Mai 2003 Schweizer Bundesverwaltung: www.uvek.admin.ch

Frankreich: Ergebnis der Debatte zum Thema Transport in der Nationalversammlung vom 20. Mai 2003  

Es war keine Überraschung, daß die parlamentarische Debatte zum Thema Transportpolitik eine Gelegenheit für das Aufbegehren der verschiedenen Lobbies wurde. Die Abgeordneten haben einer nach dem anderen « ihren» TGV oder « ihre » Autobahn gefordert. Dennoch haben sich « alle» (Abgeordnete und Minister) auf die allgemeinen Prioritäten wie Intermodalität zwischen Straße und Schiene, die Verbesserung von Schienen- und Binnenschifahrt sowie den Umweltschutz geeinigt. Die Prioritäten wurden aber sobald es um das ein oder andere Großprojekt ging, schnell wieder vernachlässigt. Gilles de Robien, französischer Verkehrsminister, hat als Ergebnis verkündet, daß « nichts aufgegeben » wird. Er hat damit den Wunsch aufgegeben, den er zu Beginn seines Mandats äußerte, nämlich eine Selektierung der Projekte vorzunehmen, wie dies von der vorigen Regierung beabsichtigt war. Ein positiver Aspekt ist dennoch festzuhalten: Die Idee einer Schwerverkehrsabgabe nimmt weiter Gestalt an, die Äußerungen hierzu haben zu keinem allgemeinen Widerstand geführt. Die meisten Abgeordneten sehen darin eine Möglichkeit die « großen Infrastrukturprojekte », also die Autobahnen, zu finanzieren.

Infos: info@ite-euro.com

Frankreich / Spanien: Pyrenäen-Transit : Nein zur LKW-Lawine. Nein zum vierspurigen Strassenausbau zwischen Pampelune und Salies

Hinsichtlich dem vierspurigen Ausbau der D 993 zwischen Arneguy , Garazi , St-Palais , Salies oder Peyrehorade wurde vom Generalrat Pyrénées-Atlantiques die Durchführung einer Machbarkeitsstudie beschlossen. Diese Achse würde den Autobahnknoten Pampelune mit der A64 oder der A10 verbinden. Der Verein LEIA, Mitglied bei ITE, ist gegen dieses Projekt, das verheerende wirtschaftliche und ökologische Konsequenzen für die Region Basse Navarre mit sich bringen würde: die vierspurige Autobahn würde zu einer LKW-Schneise für den Internationalen Verkehr führen. Pampelune liegt im Kreuzungspunkt mehrerer Straßenachsen, insbesondere der Verbindung nach Madrid. Die vierspurige Straße würde den spanischen Autobahnknoten mit dem französischen Verkehrsnetz verbinden. Das innere Baskenland müßte damit einen enormen LKW-Verkehr, insbesondere im internationalen Transitverkehr aushalten. Eine Demo ist gepant (siehe auch Rubrik « Agenda »)

Kontakt : LEIA BP3 64430 BAIGORRI

Aufsichtskomitee des Mont-Blanc-Tunnels: die Vereine steigen aus

Das Aufsichtskomitee des Mont-Blanc-Tunnels und des Frejus-Tunnels   ist eine Beratungsinstanz, die nach dem Unfall im Mont-Blanc-Tunnels ins Leben gerufen wurde und dem verschiedene Vertreter angehören: Transportunternehmer, Gesellschafter etc. Im Rahmen der letzten Versammlung des Komitees am 27. März 2003, hat Jean-Pierre Coméliau (der neue Vorstand von ARSMB) im Namen der Vereine des Mt. Blanc erklärt: "Ich erinnere Sie daran, daß bei der letzten Versammlung am 6. Dezember alle anwesenden Vereine, einschließlich der Transportgewerkschaften, sich aus Sicherheitsgründen für die Aufrechterhaltung des richtungsgebundenen Verkehrs ausgesprochen haben. Nun mussten wir feststellen, daß unsere Beschlüsse die Entscheidungen der Regierung in keinster Weise beeinflussen. Zum anderen wurden diese Entscheidungen bereits vor langer Zeit getroffen! Weiterhin müssen wir feststellen, daß das Projekt Lyon - Turin in Frage gestellt wird. Wir können dieses scheindemokratische Vorgehen nicht weiter zulassen und wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, daß wir aus dem Aufsichtskomitee austreten, weil es keinen Sinn und Zweck mehr besitzt. »

Quelle: www.arsmb.com

Nein zur Bahnlinie Lyon-Turin : Die Beweggründe des Susa-Tals

Die Bewohner, die Vereine und die Volksvertreter des unteren Susa-Tals und von Gronda Nord (Vorort im Nordwesten von Turin), 350.000 Einwohner und 32 Bürgermeister, haben sich in einer Pressemitteilungen gegen die Realisierung der neuen   Bahnlinie Lyon - Turin ausgesprochen. Sie haben mitgeteilt, daß sie sich auf allen möglichen gesetzlichem Wegen gegen die Anlage dieser Bahnlinie wehren werden. Die Vereine erinnern daran, daß dieses Projekt nicht mit den bestehenden anderen Linien zusammenpaßt : Bahnlinie Turin , Modane - Chambery, Frejus-Autobahn und -Tunnel, Nationalstraßen 24 Montgenèvre und   N25 Montcenis, Linie THT etc.

Infos zu dieser Stellungnahme: http://www.legambientevalsusa.it/

Wenn Sie Diskussionsbeiträge für oder gegen das Projekt  haben (auf Französisch): www.hyperdebat.net

Österreich weitet die LKW-Nachtfahrverbote aus

Im letzten Herbst wurden in Österreich für die Winterperiode Nachtfahrverbote für LKW auf der Brenner-Autobahn ausgesprochen. Erklärtes Ziel war, die NO x -Belastung unter den gesetzlichen Grenzwert zu bringen. Umweltgutachten haben nachgewiesen, daß das Nachtfahrverbot auf das ganze Jahr ausgeweitet werden muss, um die NO x -Belastung in den Griff zu bekommen. Deshalb hat die Tiroler Regierung beschlossen, die Restriktionen auf das ganze Jahr auszuweiten. Die Europäische Vereinigung der Straßen-Transportunternehmen (IRU) hat angekündigt, bei der Europäischen Kommission wegen Diskriminierung zu klagen.

Infos: http://www.environmentdaily.com/articles/index.cfm?action=article&ref=12813  

 

VEROFFENTLICHUNGEN


Die letzten Nachrichten des Arbeitskreises "Transport und nachhaltige Mobilität" von France Nature Environnement (FNE)  

Im Rahmen der parlamentarischen Debatte über die Transportpolitik hat France Nature Environnement ein Dokument zu den verschiedenen Inhalten der Debatte erstellt: CO 2 -Emissionen, Treibhauseffekt, Binnenschiffahrt, Schienengütertransport, externe Kosten, strecken- und gewichtsabhängige Schwerverkehrsabgaben   Der Arbeitskreis "Transport und nachhaltige Mobilität" von FNE hat in Form von Zusammenfassungen die von der französischen Regierung verlangten Einzelberichte analysiert: wichtige Grundlagendokumente!

Kontakt: info@ite-euro.com

"Deppen der Alpen"

Bleiben Sie gelassen ! Niemand soll diesen Titel als eine persönliche Beleidung auffassen. « Deppen der Alpen» ist eine kleine Zeitung (Kopien), die realisiert wird von dem Gründer des "Cercle des lecteurs d' Ivan Illich" (Lesezirkel von Ivan Illrich). Untertitel: Kleine Zeitung der Widersacher der Entwicklung. Wie bereits "La convivialité", die Zeitung des Lesezirkels, wird die Zeitschrift an jeden verschickt, der sie bestellt. Berichte der aktuellen Ausgabe: "Wie überleben", ein schöner Artikel von Teddy Goldsmith, " Mont-Blanc-Tunnel - sich den Verkehrsrückgang ausdenken...",   "Tod der französischen Wölfe" etc. Bestellungen an : Jean-Michel Corajoud. Agy. 74300 Saint-Sigismond, France

Der 6. Newsletter über die Reform der Umweltsteuer auf europäischer Ebene

Diese Veröffentlichung der Europäischen Umweltbüros hat zum Ziel, die Umweltschutzvereine darüber zu informieren, welche Fortschritte hinsichtlich der Umweltsteuer auf europäischer Ebne erforderlich sind. Die aktuelle Nummer enthält: Aktuelles über die Europapolitik zum Thema Energiesteuer, Dieselsteuer und zum sechsten Umwelt-Aktionsprogramm; Aktuelles zu den einzelnen nationalen Situationen und einen Grundsatzartikel über die Energiesteuer.

Der Newsletter ist zu lesen unter www.ecotax.info


Initiative Transport Europe - European Transport Initiative - Iniziativa Europea delle Trasport - Europäische Verkehrsinitiative

Bei Fragen oder Unklarheiten im Zusammenhang mit dieser Website wenden Sie sich bitte an support@ite-euro.com

11.6.2003