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ITE Newsletter 63: August/September 2003
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Agenda
Samstag,
4. Oktober 2003 Internationaler ITE-Aktionstag:
Der
LKW-Transit durch Europa. Verschmutzte Täler, bedrohte
Gesundheit!
Aktionen
sind im Valliere-Tal (Jura / Frankreich) und in den Vogesen, im
Aspental (Pyrenäen / Frankreich), auf dem Larche-Paß
(Südalpen / Italien / Frankreich), in der Maurienne (Nordalpen /
Frankreich), in Brixen (Südtirol / Italien / Österreich),
im Ennstal (Österreich) und im Berner Oberland (Schweiz)
geplant.
Mehr Infos zu den einzelnen Aktionen und die
Kontaktadressen gibt es unter
www.ite-euro.com
sowie
sowie
info@ite-euro.com
Montag
und Dienstag, 22. / 23. September in Brüssel: Welche Zukunft für
den Alpenverkehr ?
Abschluß des AlpNet-Workshops.
Infos
bei
www.alp-net.org
Dienstag,
14. Oktober in Lyon: Mobilität und städtische
Autobahngebühren
. Singapur, London und danach ?
Diskussionstag des "Club Mobilité", CERTU.
Infos bei
www.certu.fr
Donnerstag
und Freitag, 23. / 24. Oktober in Salzburg: Freie Fahrt für die
Alpen-Konvention
. Umsetzung der Alpenkonvention am Beispiel
„Verkehr“? Jahreskonferenz der CIPRA.
Infos bei
www.cipra.org
Aktionen
Macht mit beim
Internationalen ITE-Aktionstag!
Alle
FreundInnen einer nachhaltigen Verkehrspolitik sind herzlich
eingeladen an einer Aktionen in den Pyrenäen, den Vogesen, im
Jura oder den Alpen teilzunehmen oder selbst eine Aktion zu
organisieren.
Verschickt
das Demonstrations-Fax!
Das
Fax ist dafür vorgesehen, von euch an eure Region angepaßt
und an die Regierungen und die Europäische Kommission verschickt
zu werden. Ein Muster-Fax wird am Ende der dritten September-Woche
per Mail von ITE verteilt.
Nachrichten
Europäische
Kommission: Die Revision der Eurovignette dürfen wir nicht
hinnehmen, bewegt euch!
Am
23. Juli hat Loyola De Palacio vor dem Europäische Verkehrsrat
eine Revision der Direktive 1999/62, die die Eurovignette einführt,
vorgeschlagen. Die Eurovignette ist ein Zahlungssystem für
Infrastrukturen, die den Mitgliedstaaten die Möglichkeit gibt,
für die Nutzung der Strasse für den Gütertransport
eine Gebühr zu erheben. Der aktuelle Vorschlag zur Revision
dieser Direktive wird irreversible Konsequenzen auf die Umwelt und
das Klima in Europa mit sich ziehen. Der Vorschlag berücksichtigt
weder die Kostenwahrheit noch das Verursacherprinzip. Es gibt damit
für die Mitgliedstaaten keine Verpflichtung mehr, diese
Prinzipien weiter zu verfolgen. Schlimmer noch, die neue Direktive
schafft sogar Hürden für jene Staaten, die in diese
Richtung gehen wollten. Die externen Umweltkosten sind in dem neuen
Vorschlag nicht mehr enthalten. Die vorgesehenen Massnahmen in den
sensiblen Regionen sind völlig unzureichend. Dies ist um so
katastrophaler für die Berg-Regionen, da hier die Auswirkungen
des Verkehrs besonders verheerend sind. Der Revisionsvorschlag
widerspricht den allgemeinen Grundsätzen des Verkehrsprotokolls
der Alpen-Konvention, das bereits von Deutschland und Österreich
ratifiziert wurde und in Frankreich auf dem Weg zur Ratifizierung ist
(Gesetzesvorschlag 813 vorgelegt am 10. Mai 2003). Der Vorschlag
sieht vielmehr vor, daß die Gebührenerhebung nur auf dem
Transeuropäischen Netz (TEN) und nicht auf dem gesamten
Straßennetz angewandt werden soll. Damit diese Direktive
inhaltlich akzeptabel wird, rufen wir alle Mitglieder und
FreundInnnen von ITE auf, möglichst grossen Druck auf die
Europa-Abgeordneten sowie auf die Vertreter in Brüssel
auszuüben. Eine Briefvorlage, die Änderungen für diese
Direktive vorschlägt, wird im nächsten Monat von ITE
verschickt.
Mehr
Infos gibt es bei:
markus.liechti@t-e.nu
Oder auf folgender Web-Seite:
http://www.t-e.nu/Factsheets/2003/7-2003-EurovignetteRevision.pdf
(englische Kritik zur Direktive) (Verteidigungsschrift zur
Direktive)
Europäische
Kommission: Gemeinsames Bahn-Unternehmen für den LKW-Transit in
den Alpen
Am
4. August hat die Europäische Kommission die Schaffung einer
„Rollenden Alpen-Straße“ beschlossen, ein
Unternehmen, das jeweils zur Hälfte von SNCF (französische
Bahn) und TRENITALIA (italienische Bahn) betrieben wird und das neue
Pendelfahrten für LKW und Anhänger auf der Schiene anbietet
und zwar im Frejus Tunnel / Mont Cenis. Die französischen und
italienischen Regierungen haben erklärt, daß sie das
Projekt finanziell unterstützen werden, da es in seiner
Anfangsphase nicht rentabel sei. Die Kommission hat erklärt, daß
die Zustimmung zu diesem gemeinsamen Unternehmen keine
Vorentscheidung über die Legalität dieser Beihilfen im
Hinblick auf die europäischen Regelungen über staatliche
Unterstützungen darstelle.
Quelle : Europa-Brief.
Europäische
Kommission: Wiederaufnahme der Debatte zu Lkw-Fahrverboten
Die
Europäische Kommission hat das sehr kontroverse Thema
LKW-Fahrverbote, das seit über zwei Jahren ruht, wieder
aufgenommen. Sie hat eine geänderte Version ihres Vorschlags zur
Direktive von 1998, die bereits im Dezember 2000 zum ersten Mal
modifiziert wurde, vorgestellt. Sie bleibt allerdings wie früher
bei dem halbherzigen Vorgehen, das den Ländern mit den höheren
Forderungen verbietet, strengere Maßnahmen zu ergreifen und das
die am wenigsten reglementierten Länder nicht verpflichtet
Fahrverbote auszusprechen.
Quelle: Europa-Brief.
Österreich/Italien:
Unbegleiteter Kombiverkehr statt Strassenausbau am Brenner
Dr.
Ferdinand Willeit, Präsident der Brennerautobahn, hat an einer
Tagung im Juni 2003 betont, dass die Brennerautobahn keine dritte
Spur braucht. Freie Kapazitäten auf der Schiene für 80 bis
120 Züge könnten nach seiner Aussage ca. 4000 Lkw ersetzen.
Das entspräche der Gesamtzahl der schweren Lkw auf der
Brennenrachse! Willeit fordert den Ersatz der rollenden Landstrasse
Menching - Brennersee durch unbegleiteten Kombiverkehr München -
Verona. Damit könnten in einem Schlag ca. 600 große LKW
auf der südtiroler Seite von der Strasse genommen werden.
Infos:
Gegenverkehr Lienz Osttirol
Italien/Mont Blanc:
Pietro Lunardi verlangt zweite Röhre am Mont-Blanc und Fréjus
Der
italienische Verkehrsminister hat im Rahmen einer Pressekonferenz am
24 Juli erklärt, daß „der Mt. Blanc Tunnel zwar als
sicher bezeichnen kann, aber eben eine Einfach-Röhre bleibt. Die
Fürsprecher sind dabei, mit dem französischen
Verkehrsminister die Doppel-Röhre ins Auge zu fassen.“ Er
hat ergänzt, daß „die Zukunft für die beiden
Tunnel Mt. Blanc und Frejus die Doppel-Röhre darstellt.“
(Quelle: Reuters). Der Vorschlag einer zweiten Röhre aus
Sicherheitsgründen beruht auf falschen Tatsachen, da die
Unfallquote in den Doppelröhren im Durchschnitt höher liegt
als in den Einfachröhren. Ein zweiter Tunnel hat keinen Einfluß
auf das Risiko eines LKW-Brandes (Unfallursache am Mont Blanc).
Mehr Infos zur Direktive Tunnelsicherheit unter:
europa.eu.int/comm/transport/road/roadsafety/roadinfra/tunnels/index_en.htm
Deutschland
:
Einführung der abgeschwächten Lkw-Maut ab 2. November
Die
Einführung der deutschen Lkw-Maut war zum 31. August vorgesehen,
hat sich aber wegen Streitigkeiten zwischen Berlin und Brüssel
und technischen Schwierigkeiten verzögert. Diese Gebühr
wurde von den NGOs zunächst sehr begrüßt, diese
Unterstützung ist aber seit dem Bekanntwerden von Details immer
mehr abgebröckelt. Die Einkünfte sollen nämlich für
den Unterhalt und Ausbau des Autobahnnetzes genutzt werden. Außerdem
erhalten die Transportunternehmer eine steuerliche Entlastung um die
erhöhten Ausgaben zu kompensieren.
Quelle : Libération
und T&E Bulletin. Mehr Infos :
info@t-e.nu
Frankreich: Bei der
Schwerverkehrsabgabe in den Fussstapfen Deutschlands?
Wird
Frankreich das deutsche Beispiel übernehmen? Um der Zwickmühle
der Finanzierung zukünftiger großer Infrastrukturprojekte
im Verkehr zu entkommen, hat der französische Transportminister
Gilles de Robien einige Ideen kundgetan, unter anderem eine LKW-Maut,
die auch Fahrten außerhalb von Autobahnen einschliessen soll:
«Die Umsetzung der kilometerabhängigen LKW-Abgabe,
einschließlich des ausländischen Transit-Verkehrs (...)
könnte bestenfalls 2006 in Kraft treten»
hat der
Minister im Mai im Rahmen einer Parlamentsdebatte über die
Infrastrukturen erklärt. Die Ämter des Verkehrsministers
haben erklärt, dass
«das deutsche Beispiel und
insbesondere die Reaktionen aus Brüssel genau analysiert
werden»
. Der Verkehrsminister soll in nächster Zeit in
Matignon ein Finanzierungsmodell vorstellen, das diese Lösung
mit einbeziehen könnte.
Quelle: Libération.
Mehr Infos:
transportsalpins@fne.asso.fr
Frankreich /Jura:
Vorbildliche Unternehmensphilosophie eines Lkw-Transportunternehmens
Indem
er die Geschwindigkeit seiner Lkw begrenzt, hat ein Unternehmer aus
dem Departement Doubs den Stress seiner Fahrer, Unfallraten und
Kosten gesenkt. Die Regel, die dieses Unternehmen aufstellt, ist
unumgänglich: "80 km/h auf allen Strassen, auch Autobahn“
ist Bestandteil des Arbeitsvertrags, eine Monatsprämie hängt
davon ab und die Kontrolle durch den Fahrtenschreiber lässt
keine Abweichungen zu. “Wir sind nicht auf einer Rennstrecke,
sondern mitten unter anderen Verkehrsteilnehmern und am Ende ist die
durchschnittliche Geschwindigkeit zwischen demjenigen, der aufs Pedal
drückt und jenem der eine konstante Geschwindigkeit fährt,
nahezu gleich.“ Hierbei ist anzumerken,, daß dieses
Unternehmen die geringste Arbeitsunfall-Rate in der Region besitzt,
was eine Einsparung von jährlichen Kosten in Höhe von 56
792 Euros bedeutet, die weit ausreicht, um die Monatsprämien zu
bezahlen. "Wenn man bedenkt, dass 1 km/h über 80 km/h einen
zusätzlichen Benzinverbrauch von einem halben Liter pro 100 km
bedeutet, sind wir auf der ganzen Linie die Gewinner", erklärt
abschließend Janny Bonfils von der Unternehmensleitung.
Quelle:
Jura Nature Environnement.
Mehr Infos bei: Sylvie
Champeix
fdej.jne@freesbee.fr
Veröffentlichungen
www.alpeninitiative.ch:
Neues Gewand, mehr Infos und verbesserte Strukturen
Die
Webseite der
Alpen-Initiative
, seit langem eine wertvolle
Informationsquelle, ist abgestaubt worden. Gänzlich umgebaut,
hat sie ein neues Aussehen und viele verbesserte Funktionen erhalten.
Die Infos sind besser geordnet, und werden regelmäßig
aktualisiert.
Quelle: Echo. Webseite: (D/F/I/E)
Arbeitskreis Verkehr
und nachhaltige Mobilität bei France Nature Environnement: neues
"Actu"
Die
aktuellen Nachrichten über Umwelt und Verkehr in Frankreich sind
erschienen.
Erhältlich bei (nur in französisch):
transportsalpins@fne.asso.fr
Mountain Wilderness
Schweiz: AlpenTaxi - in die Berge ohne mein Auto
Mountain
Wilderness Schweiz setzt sich für einen nachhaltigen
Langsamtourismus in den Alpen ein. Die An- und Abreise gehört
dazu: Mit Bahn, Bus und mit dem AlpenTaxi kommt man nicht nur von A
nach B. AlpenTaxi gibt Ihnen detaillierte Infos zu kleinen Taxi- und
Seilbahnunternehmen in der ganzen Schweiz, die Sie vom letzten
Bahnhof zum Ausgangspunkt Ihrer Tour bringen . Und natürlich vom
Endpunkt auf der anderen Seite des Berges wieder zurück in die
Zivilisation
Alpentaxi-Infos und -Bestellung:
www.mountainwilderness.ch
, info@mountainwilderness.ch, 0041 1 461 39
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