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ITE Newsletter 65: Dezember 2003 / Januar 2004
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AGENDA
Freitag, 20. / Samstag, 21.
Februar 2004, Altdorf, Zentralschweiz:
ITE-Tagung 2004.
Haltet Euch
bereits jetzt das Wochenende vom 20.-22. Februar frei! Nachdem 10
Jahre vergangen sind seit die eidgenössischen Volksinitiative
„für den Schutz der Alpenregionen gegen den
Transitverkehr“ am 20. Februar 1994 angenommen wurde,
organisiert die Alpen-Initiative die 11. Internationale ITE-Tagung.
Das Kongreßthema befaßt sich mit der Verlagerung des
Güterverkehrs auf die Schiene in den Alpen.
Kontakt :
info@ite-euro.com
,
www.alpeninitiative.ch
Sonntag, 8. Februar
2004, Schweiz, Volksabstimmung: Grosser Aufruf gegen den
«Avanti-Gegenvorschlag» zu stimmen. Der Gegenvorschlag
ist die größte Mogelpackung und das teuerste, das jemals
dem Schweizer Volk vorgestellt wurde. Er kostet 30 bis 60 Milliarden
Franken und löst kein einziges Verkehrsproblem der Schweiz. Im
Gegenteil : Der «Avanti -Gegenvorschlag» öffnet
Tür und Tor für noch mehr Straßen und noch mehr Lkw,
also noch mehr Stau und Unfälle – nicht nur in den Alpen
sondern im gesamten Land.
Mehr
Infos unter :
www.alpeninitiative.ch
AKTIONEN
Macht
mit bei der « Eurovignetten-Aktion » !
Am 23. Juli 2003 hat die
EU-Verkehrskommissarin, Loyola De Palacio, vor dem Europarat einen
Vorschlag zur Überarbeitung der Eurovignetten-Richtlinie 1999/62
unterbreitet. Bei der Eurovignette handelt es sich um ein System, das
den EU-Mitgliedsländern erlaubt, den Strassengüterverkehr
am Unterhalt der Infrastrukturen zu beteiligen. Der derzeitige
Vorschlag zur Überarbeitung der Richtlinie hätte
irreversible Folgen für die Umwelt und das Klima. Der Vorschlag
berücksichtigt nicht das Verursacherprinzip. Außerdem
schafft der Vorschlag Hindernisse für jene Länder, die
dieses Prinzip anwenden wollen. Die externen Umwelt- und Sozialkosten
werden ebenfalls nicht einbezogen. Gemeinsam mit anderen Vereinen
sowie T&E, dem Dachverband der großen europäischen
Vereine im Bereich Verkehr und Umwelt, haben wir die Möglichkeit
Druck zu machen, um endlich die Richtlinie weiterzuentwickeln und
wichtige Änderungen zu erreichen.
Ihr
findet mehrere Dokumente zum herunterladen unter
www.lsva-europa.org/
NACHRICHTEN
Frankreich
/ 17. Dezember 2003: Neue Anti-LKW-Aktionen am Mont-Blanc
Am Vortag des Treffens des Interministeriellen Komitees für
Raumordnung und -entwicklung haben ARSMB und das Vereinskollektiv vom
Mont Blanc eine neue Versammlung organisiert, um gegen den
LKW-Transit in den Bergtälern zu demonstrieren und die
Verlagerung auf die Schiene sowie eine Internalisierung der Kosten
von Straßengütertransporten zu verlangen. " Die Zeit
der Absichtserklärungen ist vorüber, die politischen
Entscheidungsträger müssen nun den Mut haben, die seit
langem erforderlichen Maßnahmen, die den Verkehr betreffen,
umzusetzen" erklären die beiden Verbände. Die
Tunnelzufahrt wurde über eine halbe Stunde von Demonstranten
besetzt, bis sie von der Polizei geräumt wurde. Die Vereine
veranstalten nach wie vor ihre Mittwochs-Demos. Der 17. Dezember war
das 79. Wochentreffen auf der Straße zum Mont-Blanc Tunnel.
Mehr Infos:
www.arsmb.com
Österreich
/ Das EU-Parlament hat eine Einigung hinsichtlich der Öko-Punkte
gefunden
Das EU-Parlament hat am 17. Dezember im
Schlichtungskomitee einen Einigungsvorschlag zum österreichischen
Öko-Punkte-System mit 348 Ja und 102 Nein-Stimmen verabschiedet.
Die Schlüsselpositionen der Schlichtung waren : Verbot der
schadstoffreichen Lkw, keine Restriktionen für schadstoffarme
Lkw, Anwendung des Übereinkommens auf ganz Österreich sowie
die Anzahl der Öko-Punkte für die zukünftigen
EU-Länder. Außerdem sieht die Übereinkunft vor, daß
das Öko-Punkte-System spätestens am 31. Dezember 2006
endet. Die Übereinkunft wurde von den österreichischen
Parlamentsabgeordneten sowie von den Vertretern der österreichischen
Regierung abgelehnt.
Quelle: DG TREN - Mehr Infos über die
Öko-Punkte bei:
info@ite-euro.com
Das
Abstimmungsergebnis :
www2.europarl.eu.int/omk/
Slowenien
/ Ratifizierung des Verkehrsprotokolls der Alpenkonvention
"Die
Ratifizierung des Protokolls durch Slowenien ist ein wichtiges
Zeichen für die essentielle Rolle der Alpenkonvention bei der
Entwicklung der Bergregionen und für die Stellung der Alpen
innerhalb der Europäischen Union" bestätigt AlpMedia
in seiner letzten Ausgabe. Nachdem das slowenische Parlament der
Ratifizierung der neun Protokolle der Alpenkonvention zugestimmt hat,
sind es mittlerweile 4 der 8 Alpen-Länder (Liechtenstein,
Deutschland und Österreich), in denen das Verkehrsprotokoll
einen Gesetzesstatus hat. Die dunkle Seite: In Frankreich und Italien
blockiert das Parlament die Ratifizierung. Die Schweiz und die
Europäische Union sind ebenfalls im Verzug. Dies könnte zu
einer "Lähmung der Entwicklung zu Ungunsten der Alpen"
führen, erklärt weiterhin AlpMedia. Detailinfos zum
aktuellen Stand der Alpenkonvention:
http://www.cipra.org/f/alpenkonvention/alpenkonvention_index.htm?n_LID=3
http://www.conventionalpine.org
(de/fr/it/sl)
Schweiz
/ 17'207 Unterschriften für eine Schnellbahn-Verbindung am
Genfer See
Die Genfer und waadtländische Sektionen
vom Verkehrsclub der Schweiz VCS haben dem Großen Rat von Genf
und Waadt eine Petition mit insgesamt 17'207 Unterschriften
überreicht. Am Beispiel des deutschen S-Bahn-Modells und der RER
in Paris fordern die Unterzeichner die Schaffung einer
Schnellbahn-Verbindung am Genfer See. Laut VCS muß der Zug eine
echte Alternative zu Stau, Streß und Unfällen werden und
eine ernstere Antwort auf die regionale Verkehrsexplosion geben als
der Ausbau der Autobahn.
Infos: VCS, Valérie Spycher,
Projektleiterin Verkehrspolitik unter +41 (0)79 510 15 02. Internet:
www.vcs.ch
und
www.zone30.ch
Frankreich
/ CIADT Transport
Am 18. Dezember hat das
Interministerielle Komitee für Raumordnung und -entwicklung die
großen Infrastruktur-Projekte und ihre Finanzierung für
die nächsten 20 Jahre bestätigt. Die Regierung bestätigt
den Bau der TGV-Verbindungen, insbesondere den TGV Lyon-Turin und die
zweite Phase des TGV-Ost mit Anschluß an das deutsche Netz. Sie
starten die Umsetzung des Seine-Nordeuropa-Kanals sowie zweier Linien
für die Küstenschiffahrt im Atlantik und im Mittelmeer.
Außerdem wird eine große Anzahl von Autobahnprojekten
wieder angekurbelt, die zu erheblichen Eingriffen in die Umwelt
führen, insbesondere in den Alpen mit der A 41 Annecy-Genève,
der A 51 Grenoble-Sisteron, der A 48 Ambérieu-Jallieu... Die
Regierung blieb bei der Möglichkeit der Einführung einer
kilometerabhängigen Schwerverkehrsabgabe sehr zurückhaltend.
Mehr Informationen auf der Homepage des französischen
Verkehrsministeriums:
www.equipement.gouv.fr
Schweiz
/ Die Erklärungen des Bundesrates zum "Avanti-Gegenvorschlag"
sind irreführend
Die Infobroschüre des
Bundesrates zur Volksabstimmung am 8. Februar 2004 neigt dazu, die
Schweizer Bevölkerung in die Irre zu führen. Es ist nicht
der Schweizer Bundesrat sondern das Parlament, das über den Bau
eines zweiten Straßentunnels am Gotthard entscheidet und damit
über den Zeitpunkt, an dem die LKW-Lawine der Europäischen
Union ins Rollen kommt. Und das Parlament ist in der Mehrheit für
die zweite Röhre am Gotthard. Mehr Infos bei
www.avanti-nein.ch
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