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ITE News 77: Dezember 2006
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Agenda
2.-4.
März 2007: Stuttgart/Deutschland: 16. Bundesweiter Umwelt- und
Verkehrskongreß (BUVKO) "Inis und Unis mobilisieren:
Verkehrsrückgang als Chance!" Infos und Anmeldung unter
http://www.buvko.de
22.-24.
März 2007, L´Argentière bzw. Montgenèvre/F
(Nähe Briançon): ITE-GV und -Kongress 2007
Infos: Ladislas
Grosz, Aboutir, ladis2@wanadoo.fr
und
www.ite-euro.com
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Veranstaltungshinweise?
Liebe Leser
von Fax-ITE, wenn Sie die anderen Leser auf wichtige Veranstaltungen
aufmerksam machen wollen, schicken Sie uns ein Mail damit wir die
Infos in das Fax-ITE integrieren können.
Intern
ITE-Kongress
in Straßburg
Die
Zusammenfassung und ein - überwiegend deutsches - Wortprotokoll der
ITE-Diskussion am 15.Juni in Straßburg / Europaparlament ist
neu auf der ITE-Homepage.
Nachrichten
International
Alpenkonvention
: mangelndes Engagement, dafür neue Aktivitäten
Die
Internationale Alpenschutzkommission (CIPRA) beklagt sich über
den Mangel an Engagement mancher Ländern. Zwar haben die Schweiz
und Italien das Rahmenabkommen ratifiziert, aber noch kein einziges
Durchführungsprotokoll. Die UmweltministerInnen der Alpenstaaten
trafen sich am 9. November zur zweijährlichen "Alpenkonferenz"
und haben dort einen gemeinsamen Aktionsplan sowie eine gemeinsame
Erklärung zum Klimaschutz beschlossen. Quelle : CIPRA
International
Neuer
Generalsekretär der Alpenkonvention
Die
UmweltministerInnen haben in Alpbach/A den Italiener Marco Onida für
die nächsten vier Jahre zum Generalsekretär der
Alpenkonvention gewählt. Der 40-jährige Jurist und Ökonom
war bisher bei der Generaldirektion Umwelt der Europäischen
Union beschäftigt. Die 37-jährige Schweizer
Forstingenieurin Regula Imhof wurde zur Vize-Generalsekretärin
ernannt. Sie war früher Geschäftsführerin der
Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz und im
ITE-Vorstand, danach in Zentralasien Leiterin eines Projektes im
Bereich nachhaltige Berggebietsentwicklung. Quelle : CIPRA
International
60
Tonnen schwere Lkws
Die
Niederlande haben einen Großversuch mit „Giga-Linern“
beschlossen, Riesen-LKW mit bis zu 25,25 Metern Länge und einem
zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 60 Tonnen. Eine deutsche
Studie hat nachgewiesen, daß diese Lkws 20-25 % billiger sind
und daher eher geeignet, noch mehr Güter von der Bahn auf die
Straße zu holen. Die EU-Kommission will 2007 eine Studie dazu
erstellen lassen.
Quelle:
Frankfurter Allgemeine Zeitung 7.9.06, www.mobilogisch.de,
www.ite-euro.com
Österreich/Italien
Für
den italienischen Umweltminister ist der Brenner-Basistunnel keine
Priorität
Der
italienische Umweltminister Alfono Pecoraro Scanio (Die Grünen)
hat in einem Interview erklärt, daß es dringendere
Maßnahmen gibt als den Brenner-Basistunnel. Es wäre
wichtiger, das Schienennetz zu modernisieren und am Thema der
„Kostenwahrheit“ zu arbeiten. Ebenso hält er die
Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die
Schiene für vorrangig. Er hält es hierbei für wichtig,
die bereits vorhandenen Möglichkeiten voll auszuschöpfen
und die betroffene Bevölkerung sowie die Umweltschutzvereine
anzuhören.
Quelle:
http://portal.tirol.com/politik/innsbruck/49891/index.do,
Transitinitiative Südtirol
Proteste
gegen eine Autobahn in der Lobau, die einen Nationalpark gefährdet
Seit
dem 1. November halten GegnerInnen des Baus einer Transitautobahn in
der Nähe von Wien eine Mahnwache. Mit dem Camp sollen die für
den Straßenbau erforderlichen Bohrungen verhindert werden. Im
Moment mit Erfolg. Quelle: http://www.lobauist.at/
Frankreich
Öko-Abgabe:
Vorschläge für eine Schwerverkehrsabgabe in Frankreich
Die
enorme vereinsübergreifende Zusammenarbeit zum Thema
„Schwerverkehrsabgabe“, die seit fast 2 Jahren in
Frankreich läuft, hat eine wichtige Hürde genommen. Ihre
Ergebnisse wurden am 25 September in Paris vorgestellt. Viele
Techniker, politisch Verantwortliche, Vereinsträger und
Wirtschaftsfachleute aus dem Verkehrswesen haben sich über die
sehr konkreten Vorschläge der von FNE geleiteten Arbeitsgruppe
informiert. Die Öko-Gebühr soll dabei in Abhängigkeit
von der Euro-Norm des Fahrzeugs, dem Gewicht und den gefahrenen
Kilometern gestaffelt werden. Die Initiative von FNE baut dabei
direkt auf der Europäischen Richtlinie zur Eurovignette auf.
Entsprechend dem Verursacherprinzip, soll die Öko-Abgabe die
externen Kosten des Straßenverkehrs mit berücksichtigen
und die Finanzierung alternativer Transportmethoden sicherstellen
(Schiffahrt, Schiene). Das Ziel ist die Verlagerung der Verkehrs auf
umweltfreundlichere Verkehrsträger und die generelle
Berücksichtigung der Umweltbelange. Mittlerweile hat das Projekt
der Öko-Abgabe bereits die Unterstützung hochrangiger
Politiker erhalten. Im nächsten Schritt wird es darum gehen, die
Unterstützung der gesamten Politik und vor allem der Wirtschaft
zu erhalten, insbesondere der Speditionen, Transportunternehmer und
zuständigen Gewerkschaften. Eine 4 seitige (französische)
Zusammenfassung zur Öko-Abgabe findet sich unter:
http://www.fne.asso.fr/PA/transports/actu/ecoredevance_transport.pdf
Erweiterung
der A 63: Gegengutachten
Die
Vorbereitungen zum Planfeststellungsverfahren Ausbau der Autobahn A
63 (westliche Pyrenäenquerung über Biriatou) laufen. Ein
Zusammenschluß von AnwohnerInnen, unterstützt von einem
Umweltplanungsbüro sowie einem Rechtsanwalt hat ein
Gegen-Gutachten veröffentlicht. Diesem ist zu entnehmen, daß
die anderen Transportmethoden (Schiffahrt, Schiene) bei dem Projekt
der Autobahngesellschaft nicht erwähnt werden. Das gleiche gilt
für die Auswirkungen der hohen Verkehrsbelastungen auf die
Luftqualität. Selbst die Vorhabensbegründung wird in Frage
gestellt, da die Verkehrsprognosen belegen, daß einige Jahre
nach dem Ausbau die verbreiterte Straße bereits wieder
überlastet sein wird. Quelle: Zeitschrift Ortzadar, Nr. 117, die
von CADE veröffentlicht wird (Dachverband der
Umweltschutzorganisationen im Baskenland und der Region „Landes
Sud“, in dem 45 Vereine zusammengeschlossen sind).
Somport:
Straßenbauarbeiten und Unfälle
Am 6.
November ereignete sich auf der Zufahrtsstraße zum
Somprt-Tunnel wieder ein Unfall mit einem LKW. Es ist bereits der 4.
Unfall innerhalb von 2 Monaten, diesmal nicht am gewohnten
gefährlichen Streckenabschnitt, sondern im unteren Aspe-Tal, wo
die Streckenführung gerader ist und schneller gefahren wird. Die
örtlichen Vereine erinnern daran, daß durch die
Straßenbauarbeiten auf der Zufahrtsstraße zum Somport die
Verkehrsbelastungen gefördert werden und dadurch die
Unfallgefahr auf dieser Strecke erheblich steigt. Sie machen
weiterhin auf die Unsinnstransporte aufmerksam und weisen darauf hin,
daß die Steigerung des Verkehrs auch mit der Verlagerung von
Betrieben zusammenhängt, so wie zum Beispiel eine örtliche
Papierfabrik, die von einer spanischen Konkurrenzfirma aus Saragosa
aufgekauft und anschließend geschlossen wurde....
Quelle:
Comité des habitants pour la vie en vallée d'Aspe
http://www.comiteaspe.fr
Neue
Aktionen am Mont-Blanc
Die
Gegner im Verein ARSMB haben eine Radfahrt von Chamonix nach Annecy
(über 100km) unternommen, um an dem vom Parlament des
Departements Haute-Savoie organisierten Aktionstag für
umweltfreundliche Verkehrsmittel teilzunehmen. Die Ankunft der Radler
mit ihren weißen T-Shirts und Kombianzügen ist dabei nicht
unbemerkt geblieben. Zu der Aktion wurde in der Regionalpresse zwei
Artikel veröffentlicht. Die AktivistInnen konnten bei diesem
Anlaß dem Präsidenten des Parlaments öffentlich einen
vor langer Zeit versandten Brief übergeben, der bislang noch
nicht beantwortet wurde. Am 22.November wurde am Mont Blanc eine
Aktion durchgeführt, um an die Versprechungen der
Tunnelbetreibergesellschaft ATMB zum Einbau eines Filters am
Luftschacht des Tunnels zu erinnern. Die Aktivisten stiegen bis zum
Schacht hinauf und entrollten dort ein Spruchband. Sie pflückten
auch einen Strauß rußgeschwärzter Gräser um die
Verschmutzung durch die Tunnel-Abgase zu belegen. Der Strauß
wurde anschließend dem Kommunikationsleiter der ATMB übergeben,
welche sich in der Öffentlichkeit oft mit Federn des
Umweltengagements schmückt. Weiterhin wurde ein Brief an die
Partner und Aktionäre der Gesellschaft übergeben, in dem
diese an die nicht eingehaltenen Versprechungen der ATMB erinnert
werden. Quelle: ARSMB http://www.arsmb.com
Schweiz
Unfall
im Gotthard-Tunnel, die Alpeninitiative fordert ein LKW-Fahrverbot
Bei
einem Unfall im Gotthard-Tunnel am 2. November wurde eine Person
tödlich verletzt. Dieser Unfall bestätigt einmal mehr, daß
das geltende Dosiersystem ungenügend ist. Die Alpeninitiative
verlangt ein LKW-Fahrverbot. Quelle: www.alpenintiative.ch
Weniger
Transitverkehr wegen Schließung der Gotthard-Autobahn
Wegen
der durch Steinschlag verursachten, einen Monat andauernden
Schließung der Gotthard-Autobahn waren im Juni diesen Jahres
30.000 Lkws weniger zu verzeichnen als im gleichen Monat des
Vorjahres. Allerdings wurde auch keine wesentliche Erhöhung der
LKW-Belastung in den Nachbarländern festgestellt. Vielleicht
wurden die Transporte auf die Schiene verlagert, vielleicht wurde
aber auch der Lieferzeitpunkt verlegt oder andere Unternehmen
beauftragt, die nicht die Alpen queren müssen. Quelle:
http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=6776
(de/fr/it)
In
Kürze
Der
Klimawechsel und seine bereits sichtbaren Folgen bei den Waldflächen
der Alpen. Bericht:
http://www.wsl.ch/lm/publications/e-publ/forum/2006/welcome-de.ehtml
de
Eine
ausführliche Studie zu den Folgen des Klimawechsels im
Aosta-Tal. Infos unter:
http://www.regione.vda.it/territorio/varclim (it).
Die
schwedische Regierung gibt grünes Licht für die Einführung
der Anti-Stau-Abgabe in Stockholm. Quelle:
T&E Bulletin Nr.153, November 2006
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