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ITE - Transittagung 11

20.-22.2.2004 ITE-Transittagung in Altdorf (Schweiz)

Medienmitteilung der Alpen-Initiative vom 21. Februar 2004

Alpen-Initiative muss eine globale Bewegung werden

Wie steht es - zehn Jahre nach Annahme der Alpen-Initiative - um die Verlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die Schiene? Diesem Thema widmete sich die 11. Internationale Tagung der Europäischen Verkehrsinitiative (ITE), welche am vergangenen Wochenende auf Einladung der Alpen-Initiative im Urner Hauptort Altdorf über die Bühne ging.

Selbst 10 Jahre nach der Annahme der Alpen-Initiative greift die Verlagerungspolitik in der Schweiz nicht richtig. Und noch schlimmer sieht es in unseren Nachbarländern aus, wo die Straße gegenüber der Schiene nach wie vor stark priorisiert wird.

In einem Punkt waren sich praktisch alle Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer einig: Es braucht noch viel Überzeugungsarbeit, um einer konsequenten Verlagerungspolitik in Europa zum Durchbruch zu verhelfen. Oder wie es der Trierer Uniprofessor Heiner Monheim - einer der Tagungsreferenten - auf den Punkt brachte: "Die Alpen-Initiative muss zu einer globalen Bewegung werden."

Die zweitägige Fachtagung im Urner Hauptort durfte verschiedene kompetente Redner aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland begrüßen, so BAV-Direktor Max Friedli, T&E -Präsidentin Sonja Klingberg, Helmut Moroder, Vizepräsident der CIPRA International , oder Marie-Line Meaux, Generalsekretärin der Alpenmission im französischen Verkehrsministerium.

Den Abschluss der Tagung bildete ein spannendes und gut besuchtes öffentliches Podium zur Verkehrsverlagerung mit UVEK-Generalsekretär Hans Werder, SBB-Chef Benedikt Weibel, Nationalrat Andrea Hämmerle, BLS-Cargo-Chef Dirk Stahl und ITE-Copräsidentin Heike Aghte. Auch hier war der Grundtenor klar: Es braucht noch enorme Anstrengungen, um der Verlagerungspolitik zum Durchbruch zu verhelfen. Die von der Alpen-Initiative organisierte Tagung stieß auf großes Interesse. "Die Tagung hat gezeigt, dass die Verlagerung in allen Ländern primär an der fehlenden Kostenwahrheit scheitert, aber auch an einer verfehlten Infrastruktur-Politik der Regierungen", so Alf Arnold, Geschäftsführer der Alpen-Initiative. "Viele Regierungen und Bahnunternehmungen bemühen sich ehrlich um Besserung, werden dabei aber zu oft durch die von der EU gesetzten engen Rahmenbedingungen behindert", so Arnold weiter. Tagungschef Toni Aschwanden zeigte sich nach Abschluss des Anlasses sehr zufrieden: "Wir konnten der Verlagerungsdiskussion neue Impulse verleihen, Schwachstellen der gegenwärtigen Verkehrspolitik aufzeigen und das Netzwerk von überzeugten Vertretern einer nachhaltigen Mobilität ausweiten. Jetzt hoffe ich, dass die vielen angeregten Diskussionen auch Früchte tragen werden und wir unserem Ziel einen Schritt näher kommen."


Initiative Transport Europe - European Transport Initiative - Iniziativa Europea delle Trasport - Europäische Verkehrsinitiative

Bei Fragen oder Unklarheiten im Zusammenhang mit dieser Website wenden Sie sich bitte an support@ite-euro.com

23.2.2004