|
ITE-FAX Nr. 35
November/Dezember 1998
Intern
Reaktionen zum ITE Aktionstag aus Brüssel:
Gert-Jan Koopman von der Europäischen Kommission hat auf unser
Protestfax reagiert. Neill Kinnock hat ihn gebeten, «insbesondere deutlich zu
machen, dass die Kommission voll und ganz ihr Anliegen zum Schutz der Alpen vor
Umweltschäden teilt.»
Agenda
25.-27. Februar 1999: 5. ITE Transittagung in Marseille
Themen: Regionalwirtschaft, Infrastrukturprojeke, Bürgerbeteiligung
Nachrichten
Schweiz: Deutliche Mehrheit für Bahnmodernisierung
63.5% der SchweizerInnen haben sich am 29. November für die Bahnmodernisierung
ausgesprochen. Nun liegt es an der Schweizer Regierung die nötigen Massnahmen zu
treffen, um die Verkehrsverlagerung und den Alpenschutz auch wirklich
umszusetzen.
Infos: Alf Arnold Rosenkranz, Tel. +41-41-870 97 85, Fax 870 97 88,
Schweiz –Österreich-EU: Warnung vor der Euphorie
Nach mehrjährigen Verhandlungen wurde am 1. Dezember beim EU-Verkehrsministerrat
eine Einigung über den Landverkehrsvertrag zwischen der EU und der Schweiz
erzielt. Die Schweizer Umwelt- und Verkehrsorganisationen warnen vor der durch
den Vertrag drohenden Lastwagenlawine durch die Schweiz und fordern griffige
Begleitmassnahmen.
Der Verkehrsministerrat hat sich auch auf eine Neuregelung der
Wegekostenrichtlinie (Eurovighnette) mit einer Sonderregelung für den Brenner
geeinigt. Die Klage der Kommission wird zurückgezogen, die von Österreich
geforderte Schutzklausel wurde aber abgelehnt.
Infos: Alf Arnold Rosenkranz, Alpen-Initiative, Tel. +41-41-870 97 85, Fax 870
97 88
Alpenkonvention : Neuverhandlung des Verkehrsprotokolls
Am 16. Oktober fand in Bled/SLO die 5. Alpenkonferenz statt. Beschlossen wurde
unter anderem die Neuverhandlung des seit 1995 blockierten Verkehrsprotokolls.
Infos: Reinhard Gschöpf, Alpenkonventionsbüro, c/o OeGNU, Alserstr. 21/5, A-1090
Wien, Tel. +43-1-40 113 34, Fax +43-1-40 113 50
VCD fordert europaweite Schwerverkehrsabgabe
Der Verkehrsclub Deutschland hat die EU Verkehrsminister aufgefordert eine
leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) einzuführen. Ausserdem fordert
der VCD bessere Kontrollen und humanere Arbeitsbedingungen für die
LKW-FahrerInnen in allen EU-Ländern.
Infos: VCD, Burkhard Reinartz, Tel. +49-228-98585-0, Fax 98585-10
Unsinnstransporte
Bereits Anfang des Jahres wurde bekannt, dass 1997 60.000 Müll LKW im Transit
von Österreich nach Italien fuhren. Jetzt gibt es auch aus Deutschland Meldungen
über Mülltourismus. Laut einer Studie der Friederich-Ebert-Stiftung werden
Abfälle – teilweise illegal – umdeklariert und in billige Deponien
transportiert, während moderne Verbrennungsanlagen vor Ort leerstehen.
Infos: Heike Aghte, Rosenheimerstr. 1. D-83115 Neubeuern/Inn, Tel/Fax
+49-8035-4653
Bundesverkehrswegeplan - Österreich
Der österreichische Verkehrsminister Caspar Einem hat den Masterplan des
Bundesverkehrswegeplans vorgestellt. Er sieht massive Investitionen in
Schienenausbauten vor, enthält aber auch umstrittene Lückenschlüsse des
hochrangigen Strassennetzes, wie z.B. die S18 im Vorarlberger Rheintal.
Infos: Renate Zauner, Alpen-Initiative, Postfach 29, CH-3900 Brig, Tel.
+41-27-924 22 26, Fax +41-27-924 43 05, e-mail: alpite@rhone.ch
Bundesverkehrswegeplan - Deutschland
Der neue deutsche Umweltminister Jürgen Trittin kündigte die Überarbeitung des
deutschen Bundesverkehrswegeplanes in Richtung Finanzierbarkeit und ökologische
Verträglichkeit an.
Infos: Heike Aghte, Rosenheimerstr. 1. D-83115 Neubeuern/Inn, Tel/Fax
+49-8035-4653
Anti-Transitbewegungen ausgezeichnet
Am 13.11. erhielten das österreichische Transitforum und die schweizerische
Alpen-Initiative in Vaduz den Grossen Bindingpreis für Natur- und Umweltschutz.
Publikationen
:
Nachhaltigkeit: Kriterien im Verkehr
Ein interdisziplinärer Forschungsbericht zu einem hochaktuellen Thema.
Bezug: EDMZ, CH-3000 Bern, Fax 0041-31-992 00 23
Die Alpenkonvention: Fragen – Antworten – Perspektiven
Die neueste Ausgabe der vierteljährlichen Zeitschrift über die Alpenkonvention
enthält eine ausführliche Analyse der neuesten Entwicklungen beim
Verkehrsprotokoll.
Bezug: Alpenkonventionsbüro, c/o OeGNU, Alserstr. 21/5, A-1090 Wien, Tel.
+43-1-40 113 34, Fax +43-1-40 113 50
Rapport Brossier:
Der vom französischen Verkehrsminister in Auftrag gegebene Bericht enthält
einige wegweisende Forderungen für eine neue französische Verkehrspolitik im
Alpenraum
Bezug: Documentatio
ITE-FAX Nr. 33, September 1998
Initiative Transport Europe (ITE)
Europäische Initiative für menschen- und umweltgerechten Verkehr
c/o Alpen-Initiative, Postfach 29, 3900 CH-Brig
Tel. CH - 27 - 924 22 26; Fax: CH - 27 - 924 43 05; e-mail: alpite@rhone.ch
www.ite-euro.com/ITE
Intern
3. Oktober: ITE Aktionstag 1998
Der diesjährige Aktionstag steht unter dem Motto "FÜNF VOR ZWÖLF".
Mit Aktionen
und Protestfaxen wird auf die Dringlichkeit des (Transit)Verkehrsproblems
aufmerksam gemacht.
Aktionen
An den drei Hauptübergängen der Alpen, Brenner,
Gotthard und Mont Blanc werden Fackeluhren entzündet, die Fünf vor Zwölf
(Gotthard, Mont Blanc) bzw. Fünf nach Zwölf (Brenner) zeigen. Auch im
süddeutschen Inntal wird eine Fünf-vor-Zwölf-Uhr errichtet, in Wien wird ein
Mahnfeuer gezündet und in den Vogesen wird eine Kundgebung mit Fahrraddemo
abhehalten.
Brief an verantwortliche PolitikerInnen
Die ITE-Organisationen werden am Samstag
Protestbriefe an EU Verkehrskommissar Neill Kinnock, die nationalen
Verkehrsminister und an Milan Naprudnik, Vorsitzender des ständigen Ausschusses
der Alpen-Konvention, senden.
Diese werden auf die immer grösser werdenden Verkehrsschäden hingewiesen und
ausdrücklich dazu aufgefordert, die in Verträgen, Richtlinien und Verordnungen
festgelegten Verpflichtungen endlich umzusetzten.
Kernforderungen:
1. Lösung des Problems der alarmierenden Zahl unsinniger Transporte
2. Verlagerung des Transitschwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene
3. Finalisierung des Verkehrsprotokolls der Alpenkonvention
4. europaweite Einführung der Kostenwahrheit unter Berücksichtigung sensibler
Regionen
Agenda
1./2.10.1998: EU-Verkehrsministerrat in Luxemburg
29. November: Abstimmung über die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs (FinöV)
in der Schweiz
Die Schweizer Regierung plant 2/3 der Einnahmen der am 27. September
beschlossenen leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für den Ausbau von
Eisenbahninfrastrukturen zu verwenden. Eine Annahme der Vorlage ist von grosser
Wichtigkeit für die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen zwischen Bahn und
Strasse.
30. November: EU-Verkehrsministerrat in Brüssel
Nachrichten
8. September: Internationaler Fernfahrerprotest
Am Brenner und anderen Strassenrouten in Europa fanden am 8. September
Kundgebungen gegen die untragbaren Arbeitsbedingungen der Fernfahrer statt. Am
Brenner wurde ein Memorandum beschlossen, das anlässlich des
EU-Verkehrsministerrates dem österreichischen Verkehrsminister Einem übergeben
wurde. Das Transitforum solidarisierte sich mit den Fernfahrern und forderte die
Einführung eines Nachtfahrverbotes auf allen alpinen Transitrouten.
12./13.September. Aktion Schwesterreich
Am 13.9. wanderten Politkerinnen und NGO-Vertreterinnen aus den drei Ländern
Österreich, Liechtenstein und der Schweiz zum Fuss der Drei Schwestern und
verabschiedeten dort einen Appell an die drei Schwesterregierungen. Sie
forderten diese auf, in der Transitverkehrsproblematik besser zusammenzuarbeiten
und so die Durchsetzung der gemeinsamen ökologischen Interessen gegenüber den
Nachbarländern zu ermöglichen.
22. September: Blockade des Mont Blanc-Tunnels in Chamonix
Die alarmierender Luftqualität und die Verkehrszuwachsraten am Mont Blanc
veranlassten lokale Umweltgruppen dazu, am 22. September von 9-14.30 Uhr den
Mont-Blanc-Tunnel zu blockieren. Die Bürgermeister von Chamonix, Houches und
Servoz erhielten am Tag der Blockade einen Brief in denen ihnen wegen
Behinderung des öffentlichen Verkehrs mit 2 Jahren Gefängnis/30'000 Fr. Strafe
gedroht wurde.
Georges Unia, ARSMB: 0033-686 07 27 89, mairie de Chamonix: 0033 0450 53 75 12)
27.9. Deutliches Ja der Schweiz zur Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe
Die Schweiz hat mit 57.2% die Einführung der leistungsabhängigen
Schwerverkehrsabgabe angenommen und so wieder einmal eine europaweite
Vorreiterrolle in der Umsetzung einer nachhaltigen Verkehrspolitik übernommen.
Ab 2001 müssen die Lastwagen nun eine kilometer- und gewichtsabhängige Abgabe
von bis zu 3 Rappen pro Tonnenkilometer zahlen.
Publikationen:
Mitteilung der Kommission über Verkehr und CO2. Entwicklung eines
Gemeinschaftskonzepts. Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Brüssel, März
1998
Die Mitteilung enthält einige sehr interessante Zahlen und wird in der
Herbstsession vom europäischen Parlament behandelt werden.
Mediendienst zum Alpentransit. Nr. 1 - September 1998, Alpen-Initiative, Brig,
T: 0041-27-924 22 26, Fax 0041-27-924 43 05, e-mail: alpite@rhone.ch
Der Mediendienst liefert auf je zwei Seiten Fakten und Zahlen zum Alpentransit,
einen Abriss der Schweizer Verkehrspolitik sowie einen Artikel zur europäischen
Verkehrspolitik.
EU-Weissbuch: Faire Gebühren für Infrastrukturbenützung. Kommission der
Europäischen Gemeinschaften, Brüssel, Juli 1998 - Diskussion im Oktober-Fax
ITE-FAX Nr. 32 August 1998
Initiative Transport Europe (ITE)
Europäische Initiative für menschen- und umweltgerechten Verkehr
c/o Alpen-Initiative, Postfach 29, 3900 CH-Brig
Tel. CH - 27 - 924 22 26; Fax: CH - 27 - 924 43 05; e-mail: alpite@rhone.ch
www.ite-euro.com/ITE
Intern
Neue Redaktorin für ITE-Fax
Ab September übernimmt Renate Zauner von Alf Arnold die Redaktion des ITE-Faxes.
Mitteilungen über bevorstehende Veranstaltungen, Publikationen etc. sind deshalb
zukünftig an die im Kopf stehende Adresse zu senden (siehe unten).
Homepage
Die ITE-Homepage ist immer noch ein Bauplatz. Die französische und die deutsche
Version sind jetzt im Netz, haben aber immer noch sehr viele Fehler und Lücken.
Bitte Hinweise, Korrekturvorschläge etc. an Denys Roulin, dr@ite-euro.com.
ITE-Fax per E-Mail
Wer den ITE-Fax per Fax bekommt, jetzt aber über E-mail verfügt, melde dies
bitte der Redaktion. Wir sparen damit Geld und Zeit.
Agenda
3. Juli bis 15. Oktober: Ausstellung "Schöne neue Alpen" im
Stadtmuseum
München
Fotoausstellung (aktuelle Bestandsaufnahme mit ausführlichem Verkehrsteil).
Am 28. September Podiumsgespräch über "Die Alpen als Verkehrshindernis?
Probleme
im Transit- und Erschliessungsverkehr". (Vortragssaal, 18.00 Uhr). Am 30.
September Posiumsgespräch über "Der Alpenraum - Modellregion für ein
nachhaltiges Europa" (Vortragssaal, 18.00 Uhr). Gesellschaft für
ökologische
Forschung, Frohschammerstr. 14, D-80807 München, : 0049 - 89 - 359 85 86, F:
0049 - 89 - 359 66 22.
13.-15. Sept. 1998: Alternative europäische Verkehrskonferenz in Feldkirch
Anlässlich der EU-Verkehrsministerkonferenz in Feldkirch veranstalten
Europäische, Österreichische und Vorarlberger Grüne eine parallele Konferenz.
Themen sind: Verkehrsvermeidung/Kostenwahrheit, Güterverkehrsproblematik und
Regionalwirtschaft, Intermodalität - öffentlicher Personennahverkehr. Katharina
Wiesflecker, T: 0043 - 5572 - 28 070, F: 0043 - 5572 - 28 070 -1, E:
Gruene.Vorarlberg@demut.or.at
3. Oktober 1998: ITE-Aktionstag
Bitte meldet die von Euch geplanten Aktionen dem ITE-Sekretariat.
Nachrichten
Schweiz: Volksabstimmung über Schwerverkehrsabgabe
Am 27. September stimmt das Volk in der Schweiz nochmals über die
Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) ab. 1994 hat es bereits dem
Verfassungsartikel zugestimmt, jetzt geht es um das Ausführungsgesetz. Die
Abstimmung entscheidet die Güterverkehrspolitik der nächsten Jahrzehnte. Ohne
LSVA wird die Schweiz die 40-Tönner nicht zulassen, ohne LSVA fehlt ihr aber
auch das Geld für den Bau der geplanten neuen Eisenbahnalpentransversalen
(NEAT). Ob der Erlös der LSVA für die Eisenbahngrossprojekte (dazu gehören auch
die Bahn 2000, der Anschluss ans europäische Hochgeschwindigkeitsnetz und der
Lärmschutz der Eisenbahn) verwendet werden darf, muss allerdings das Volk am 29.
November in einer weiteren Abstimmung entscheiden.
Frankreich: Fréjus-Tunnelgesellschaft pleite?
Der Société française du tunnel routier du Fréjus (S.F.R.T.F.) droht der
Konkurs. Die Maurienne-Autobahn hat ihre Kosten massiv ansteigen lassen. Es
fehlen 3 Milliarden FF. Anie Collombet, Vivre en Maurienne, Villarbernon,
F-73140 St Michel de Maurienne.
Publikationen
Die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) aus der Sicht der
Wirtschaft.
Gesellschaft zur Förderung der schweizerischen Wirtschaft (Wf),
Mainaustr. 30, CH-8034 Zürich, T: 0041 - 1 - 382 22 88, F: 0041 - 1 - 383 82 27.
Hauptgewinn Zukunft. Neue Arbeitsplätze durch umweltverträglichen Verkehr.
Von Martin Cames u.a., 125 Seiten. Einem Trend-Szenario wird ein Szenario für
eine umwelt- und sozialverträgliche Mobilität gegenübergestellt. Fazit: In
Deutschland lässt sich mit einer neuen Verkehrspolitik die Umwelt entlasten und
gleichzeitig Geld sparen und erst noch 200'0000 Arbeitsplätze gewinnen.
Verkehrsclub Deutschland, Eifelstr. 2, D-53119 Bonn 3, T: 0049 - 228 - 98 58 50,
F: 0049 - 228 - 985 85 10.
Vorschlag für eine Richlinie des Rates über eine transparentes System
harmonisierter Bestimmungen über Fahrverbote für schwere Lastkraftwagen im
grenzüberschreitenden Güterverkehr auf ausdrücklich bezeichneten Strassen.
KOM(1998)115 endg.
Amt für amtliche Veröffentlichungen der EG, 2, Rue
Mercier, L-2985 Luxembourg, T: 0035 - 2 - 40 01 74, F: 0035 - 2 - 49 00 03
Commission Working Paper. Towards a framework for the solution of the
environmental problems caused by traffic of heavy goods vehicles.
COM(98)444. Amt für amtliche Veröffentlichungen der EG, 2, Rue Mercier, L-2985
Luxembourg, T: 0035 - 2 - 40 01 74, F: 0035 - 2 - 49 00 03
Tarification correcte pour l'utilisation de l'infrastrcture: une approche par
etapes en vue d'un cadre commun pour la tarification en matière d'infrastructure
des transports dans l'Union Européenne.
COM/1998)466/4. Amt für amtliche
Veröffentlichungen der EG, 2, Rue Mercier, L-2985 Luxembourg, T: 0035 - 2 - 40
01 74, F: 0035 - 2 - 49 00 03
Maibach Markus u.a.:
Zukunftsgüterbahn. Vorstudie. Bericht des Nationales
Forschungsprogramms NFP 41 "Verkehr und Umwelt", Bern, 1998.
Zusammenfassungen
in Französich und Englisch. EDMZ, CH-3000 Bern, F: 0041 - 31 - 992 00 23.
Bestellnummer: 801.602.
NEU!
Bitte schickt Eure Meldungen für den nächsten Fax bis 31 August
an:Alpen-Initiative, Redaktion ITE-Fax, Postfach 29, CH-3900 Brig
F: 0041 - 27 - 924 43 05 / E: alpite@rhone.ch Besten Dank!
ITE-FAX Nr. 31 Juli 1998
Initiative Transport Europe (ITE)
Europäische Initiative für menschen- und umweltgerechten Verkehr
c/o Alpen-Initiative, Postfach 29, 3900 CH-Brig
Tel. CH - 27 - 924 22 26; Fax: CH - 27 - 924 43 05; e-mail: alpite@rhone.ch
www.ite-euro.com/ITE
Intern
Homepage-Entwurf auf dem Netz
Seit ein paar Tagen sind die französichen Seiten
der ITE-Hompage unter der Adresse www.ite-euro.com einsehbar (vorläufig als
Entwurf). Die gesamte Homepage wird ca. 20 Seiten in Französisch, Deutsch,
Italienisch und Englisch aufweisen. Die deutschen Seiten werden Mitte Juli, die
übrigen Ende August zur Verfügung stehen. Denys Roulin bittet, Korrekturen und
Kommentare bis zum 31.10. an ihn (
dr@ite-euro.com
)
zu übermitteln
Agenda
3. Juli bis 15. Oktober: Ausstellung "Schöne
neue Alpen" im Stadtmuseum München
Fotoausstellung (aktuelle Bestandsaufnahme mit ausführlichem Verkehrsteil).
Gesellschaft für ökologische Forschung, Frohschammerstr. 14, D-80807 München, :
0049 - 89 - 359 85 86, F: 0
049 - 89 - 359 66 22.
22.
Juli bis 1. August: Tour de Natour in Kassel-Suhl/Thüringen
Lebensfreude ohne neue Autobahnen, Radeltour gegen die
Thüringer-Wald-Autobahnen. Anmeldung und Informationen: ADFC-Geschäftsstelle
Kassel, Brüderstr. 5, D-34117 Kassel, T: 0049 - 561 - 1 74 74, F: 0049 - 561 -
77 97 94.
1. bis 8. August: Fahrradtour gegen die A20
(Ostseeautobahn)
Fahrradtour "A20 macht die Seeluft ranzig". Anmeldung und
Information: ADFC
Mecklenburg-Vorpommern, Lange Strasse 14, D-17489 Greifswald, T: 0049 - 3834 -
84 26 19
13.-15. Sept. 1998: Alternative europäische
Verkehrskonferenz in Feldkirch
Anlässlich der EU-Verkehrsministerkonferenz in Feldkirch veranstalten
Europäische, Österreichische und Vorarlberger Grüne eine parallele Konferenz.
Themen sind: Verkehrsvermeidung/Kostenwahrheit, Güterverkehrsproblematik und
Regionalwirtschaft, Intermodalität - öffentlicher Personennahverkehr. Katharina
Wiesflecker, T: 0043 - 5572 - 28 070, F: 0043 - 5572 - 28 070 -1, E: Gruene.
Vorarlberg@demut.or.at
3. Oktober 1998: ITE-Aktionstag:
Alle
Organisationen sind gebeten, die für diesen Tag geplanten Aktionen dem
ITE-Sekretariat mitzuteilen.
Nachrichten
Frankreich: Wird Mercantour-Tunnel
aufgegeben?
Mindestens für den Augenblick ist der
Mercantour-Tunnel aus finanziellen und Umweltgründen aufgegeben worden.Der
Übergang über den Col de l'Arch
e wie auch ein kleiner Tunnel nur für
Personenwagen bleibt im Studium. Die Politikänderung ist zustandegekommen unter
dem Einfluss des Brossier-Berichts.
Frankreich: Brossier-Bericht verändert
Verkehrspolitik
Der Brossier-Bericht über Verkehr trägt langsam Früchte: Er veranlasst
insbesondere einen verbesserten Schutz der Alpen ohne neue Autostrassen und
Srassentunnel, ein vermehrter Einbezug der umweltfreundlicheren Verkehrsmittel
und die Respektierung der Alpenkonvention. Die Hoffnungen, die der Bericht an
die Nationalversammlug geweckt hat, haben alternative Lösungen geboren.
Österreich: Entlastung der Luft durch
Brenner-Blockade
Die Luftschadstoffbelastung im Wipptal an der Brenner-Route ist während der
Blockade vom 12./13. Juni um 70% gesunken im Vergleich zum Durchschnittswert des
Monats Mai. Transitforum Austria-Tirol, Salurner Strasse 4/III, A-6020
Innsbruck, e-mail:
transitforum@netway.at
/ T/F: 0043 - 512 - 579 560. Die gleiche Beobachtung
konnte im August 1987 im urnerischen Reusstal am Gotthard gemacht werden, als
die Autobahn während Wochen infolge eines Unwetters gesperrt war.
Alpen-Initiative, Alf Arnold, Kapuzinerweg 6, CH-6460 Altdorf, 0041 - 41 - 870
97 85, F: 0041 - 41 - 870 97 88, E:
alpeninitiative@bluewin.ch.
Publikationen
Knoflacher, Hermann:
Landschaften ohne
Autobahnen. Für eine zukunftsorientierte Verkehrsplanung. 1997, Böhlau-Verlag,
Wien, 238 Seiten, ATS 336,00.
Schönauer/Weiss:
Forschungsbericht über
die "Messung von Luftsschadstoffen und Schall im Inntal zwischen Rosenheim
und
Kiefersfelden". Dieser Bericht erbringt den Nachweis, dass bei einem
eingehaltenen Tempolimit auf der Autobahn (bei gleicher Verkehrsdichte) die
Schadstoffe sofort um bis zu 45% sinken können. Ausführlicher Bericht und
Kurzfassung bei: Inntal-Gemeinchaft e.V., Breitenbergweg 3, D-83126 Flintsbach,
T: 0049 - 8034 - 77 36, F: 0049 - 8034 - 12 52.
Reaktionen auf die Brenner-Blockade vom
12./13. Juni:
a) Offener Brief des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) an die Umwelt- und
Verkehrsminister der EU. Erhältlich beim VCD Bayern, Postfach 4203, D-90022
Nürnberg, T: 0049 - 911 - 47 17 43, F: 0049 - 911 - 47 64 73 oder Heike Aghte:
T/F: 0049 - 8035 - 46 53. b) Aktuelle Stunde im Deutschen Bundestag,
Wortprotokoll, erhältlich bei Büro Ali Schmidt, Bundeshaus, Rheinweg 6, D-53113
Bonn, T: 0049 - 228 - 16 - 8 34 29, F: 0049 - 228 - 8 64 29
Externalitäten in Verkehr: Leitfaden für die
Verkehrsplanung.
Ecoplan im Auftrag des Dienstes für Gesamtverkehrsfragen,
GVF-Auftrag Nr. 218b. Enthält Anleitung zur Berechnung der externen Kosten von
einzelnen Verkehrsprojekten. Erhältlich bei Eidg. Drucksachen- und
Materialzentrale, CH-3000 Bern (Bestellnummer 801.571 d)
Externalitäten im Verkehr - methodische
Grundlagen.
Methodische Grundlagen zum Leitfaden. Zusammenfassung auf
Französich. (Bestellnummer 801.570 d)
Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA)
Gut für Arbeitsplätze und Umwelt.
Argumentarium. Komitee für eine gerechte
Schwerverkehrsabgabe, Postfach 186, 3000 Bern, T: 0041 - 31 - 357 57 57, F: 0041
- 31 - 357 57 58, E: info@sev-online.ch. Auch französisch.
Fakten, Daten, Argumente über die
Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA).
Generaldirektion SBB,
Verkehrspolitik, Kommunikation Grossprojekte, Hochschulstr. 6, CH-3030 Bern. T:
0041 - 512 - 20 25 81, F: 0041 - 512 - 20 44 33, E:
Peter.Merz@SBB.ch
. Auf auf Französisch
und Italienisch erhältlich.
Bitte schickt Eure Meldungen für den nächsten
Fax bis 31 Juli an:
Alpen-Initiative, Redaktion ITE-Fax, Postfach, CH-6460 Altdorf
F: 0041 - 41 - 870 97 88 / E:
alpeninitiative@bluewin.ch
. Besten Dank!
|